Restless Legs

Mülheimer bekämpft erfolgreich sein Restless Legs Syndrom

Wenn die Beine schmerzen: So ähnlich wie dem Mann auf diesem Foto erging es Stefan Mehler jahrelang.

Wenn die Beine schmerzen: So ähnlich wie dem Mann auf diesem Foto erging es Stefan Mehler jahrelang.

Mülheim.   Stefan Mehler leidet seit Jahren unter der Krankheit. Lange suchte er vergeblich nach Linderung – und fand sie in alternativen Heilmethoden.

Er stolperte auf Pflastersteinen, da, wo eigentlich keine Stolperfalle war. Damit fing alles an – und das, obwohl er doch gerade im Paradies arbeitete, lebte. Seine Beine wurden schwächer, nach dem Besuch in einer Klinik die erste Diagnose: Kann es das sein, das Restless Legs Syndrom (RLS)? „Ich war sehr jung und das ist dann doch sehr ungewöhnlich“, berichtet Stefan Mehler. Und auch von seiner Leidensgeschichte, die in der Heimat seiner Frau, Mauritius, begann und über Jahre, über mehr als ein Jahrzehnt, andauern sollte.

„Ich bin damals von einem Internisten zum nächsten, ich kenne so viele

Ärzte mittlerweile“, erzählt Mehler. Und dabei sitzt er ganz ruhig da, kann ausführlich berichten von dem, was war und was ist. „Bei mir waren es nicht nur die Beine, auch die Arme“, die völlig außer Kontrolle gerieten. Meist und gerne auch in neuen Situationen, „das war, als laufen eine Million Ameisen rauf und runter“, so Mehler.

Es war auch die Diagnose RLS: unheilbar. Eine unheilbare Krankheit, die den jungen Mann damals aus dem Nichts traf. Es folgte eine Tour von Arzt zu Arzt, immer wieder aufs Neue suchte Mehler Heilung und Linderung, wo es doch keine gab. Es gab eine Zeit, da hatte der junge Mann keine Tiefschlafphasen, war nachts zwei, drei, manchmal vier Stunden wach.

Cocktail aus Medikamenten

„Ich war zunächst nicht so gefestigt, dass ich hinterfragt habe, was mit mir passiert“, erinnert sich Mehler. Irgendwann reichte die Dosis nicht mehr, er nahm einen Cocktail aus mehreren Medikamenten, später waren sogar Opiate dabei. Abhängig war er nicht, sagt er. Doch ihm war irgendwann klar: „Da muss jetzt etwas passieren.“

Stefan Mehler machte sich auf die Suche. Heute fragt er ganz offen auf seiner Homepage: „Liebe Ärzte, warum verschreibt ihr uns hemmungslos Medikamente, die überhaupt nicht für Restless Legs Patienten geeignet sind? Stattdessen solltet ihr eurem Eid entsprechend aufschreien! Verweigert die Rezeptierung solcher Mittel, klärt eure Patienten auf – und fordert von der Pharmaindustrie echte Heilmittel für RLS-Patienten ein.“ Am Ende, da erging es ihm so: „Als Mensch habe ich mich mit all den Medikamenten nicht mehr gefühlt.“ Er macht seinen Ärzten und vor allem aber auch der Pharmaindustrie schwere Vorwürfe. „Warum wird in der RLS-Forschung in Deutschland immer nur auf Parkinson-Mittel gesetzt, obwohl mitunter ganz andere Ursachen hinter der Krankheit stecken?“

Vorwürfe gegenüber Pharmaindustrie

„Mir geht es jetzt gut, mein Leben ist wieder lebenswert“, sagt der Familienvater heute. Er lebt mittlerweile seit längerer Zeit ohne Medikamente. Sein Weg führte ihn – kurz gefasst – auch zur Homöopathie, nicht aus Verzweiflung, sondern aus dem Willen heraus, dass es ihm endlich besser gehen sollte. Es waren viele Zufälle, die Stefan Mehler dorthin brachten, wo er jetzt ist. Und auf die Matte. Die Matte, gefüllt mit dem Edelstein Amethyst, bietet Tiefen-Infrarotwärme. „Seit 2016 geht es meiner RLS damit an den Kragen“, erklärt Stefan Mehler auf seiner Homepage. Für ihn ist es ein Heilmittel, vielleicht sogar Heilsbringer, wenn auch nur temporär. Denn: „Das ist für mich eine Brückentechnologie, bis es endlich ein Medikament gibt, das Heilung bringt.“

>>Das Restless-Legs-Syndrom gilt als neurologische Erkrankung. Sie geht oft einher mit nächtlicher Unruhe und Schlafproblemen – so wie auch bei Stefan Mehler. Die Ursachen des Restless Legs Syndroms sind bislang noch nicht vollständig erforscht. Die Krankheit gilt als unheilbar.

Die Internetseite von Stefan Mehler ist zu finden unter:
restless-legs-syndrom.info

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