Theater-Premiere

Mülheimer Backsteintheater bringt Klosterkomödie neu heraus

Probe beim Mülheimer Backsteintheater: Die Große Bühne zeigt „Eine himmlische Karriere". Das Stück lehnt sich an den Film „Sister Act". an. Regie führt Michael Bohn. Premiere ist am 30. März.

Probe beim Mülheimer Backsteintheater: Die Große Bühne zeigt „Eine himmlische Karriere". Das Stück lehnt sich an den Film „Sister Act". an. Regie führt Michael Bohn. Premiere ist am 30. März.

Foto: Walter Schernstein

Mülheim.   Premiere im Mülheimer Backsteintheater: Das Ensemble bringt die Komödie „Eine himmlische Karriere“ auf die Bühne.

Theaterfreunde dürfen sich freuen. Das Backsteintheater am Evangelischen Krankenhaus wartet am 30. und 31. März mit einer neuen Premiere auf. Die Kartenreservierung für die insgesamt 18 eintrittsfreien Aufführungen der turbulenten Komödie „Eine himmlische Karriere“ startet am 18. März. Da der Aufführungsort, das Kasino im Evangelischen Krankenhaus, nur 180 Plätze bietet, ist eine Kartenreservierung erforderlich.

Beim 30. Programm des Backsteintheaters, das Regisseur Michael Bohn und seine Assistentin Anna Wolf mit 13 semiprofessionellen Schauspielern auf die Bühne bringen, handelt es sich um eine musikalische Theaterfassung des Film-Welterfolges von „Sister Act“.

Gangsterboss trachtet Ex-Geliebter nach dem Leben

Weil Hollywood-Star Whoopi Goldberg anderweitig beschäftigt ist, wird Edda Willems unter anderem die junge Doloris von Cartier spielen, die als Mordzeugin vor ihrem mörderischen Ex-Geliebten Vince LaRocca im Kloster Zuflucht sucht und damit das dortige Leben kräftig aufmischt. Der Gangsterboss, der seiner Ex-Geliebten nach dem Leben trachtet, wird vom Backstein-Routinier Wolfgang Bäcker verkörpert.

Eine herausfordernde Doppelrolle, als Gangster und Geistlicher, hat Bäckers ebenfalls erfahrener Mitspieler Klaus Wehling auszufüllen. „Der Gangster fällt mir leichter als der Priester, weil ich meine eigenen dunklen Seiten besser kenne als die Persönlichkeitsstruktur eines Priesters, der als guter Mensch sein Leben seinen Mitmenschen widmet“, sagt Wehling, der hauptberuflich beim Umweltamt arbeitet. „Gerade weil die Mutter Oberin mit meiner eigenen Person so gar nichts zu tun hat“, erklärt Wehlings Ensemble-Kollegin Susanne Zambelly, „finde ich diese Rolle spannend.“ Zambelly knüpft mit ihrem ehrenamtlichen Engagement auf der Backstein-Bühne an ihr erstes Berufsleben als Schauspielerin und Theaterpädagogin an. Hauptberuflich arbeitet die verheiratete Mutter heute als Operationstechnische Assistentin im Evangelischen Krankenhaus.

Schauspielerei ist Ausgleich zum Berufsleben

Wehling und Zambelly sind sich einig: „Das ehrenamtliche Engagement im Backsteintheater ist für uns ein kreativer Ausgleich zu unserem Berufsleben.“

Auch mit Blick auf die neue temporeiche und amüsante Produktion des Backsteintheaters zitiert Regisseur Michael Bohn den Großmeister seiner Zunft, Max Reinhardt. Der sagte einst : „Mir schwebt ein Theater vor, das den Menschen Freude macht.“

>>Das von der Unesco ausgezeichnete Backsteintheater wurde 1990 vom damaligen Stiftungsdirektor des EKM, Volkmar Spira, gegründet. Die ehrenamtlichen Schauspieler sind derzeit zwischen 14 und 81 Jahre alt. Sie verteilen sich auf zwei Ensembles (Regisseure: Michael Bohn und Heribert Lochthove).

Die Kartenreservierung ist ab 18. März möglich am Empfang des Ev. Krankenhauses, in der Muhrenkamp-Gaststätte Die Schatulle ( 0208-383894) unter 309-2067 sowie unter www.grosse-buehne.de.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben