Kommunalwahl

Mülheim: Zehnter Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters

Unternehmer Horst Bilo will in Mülheim Oberbürgermeister werden. Er ist bereits der zehnte Bewerber, der sich am 13. September zur Wahl stellt.

Unternehmer Horst Bilo will in Mülheim Oberbürgermeister werden. Er ist bereits der zehnte Bewerber, der sich am 13. September zur Wahl stellt.

Foto: Wahlkampfteam Bilo

Mülheim.  So viele Bewerber gab es noch nie: In Mülheim hat jetzt ein stadtbekannter Unternehmer seine OB-Kandidatur angekündigt: Horst Bilo.

Es ist Kandidat Nummer zehn für die Wahl des Mülheimer Oberbürgermeisters am 13. September: Unternehmer Horst Bilo (62) will es wissen. Und er macht den Mülheimern dabei ein besonderes Angebot.

Bilo ist seit 40 Jahren unternehmerisch im Bereich Fassaden, Gerüstbau und Autoglasreparatur in Mülheim tätig. „Die allgemein schlechte hiesige Stimmungslage und die desaströse Finanzsituation der Stadt“ hätten Bilo zur Kandidatur bewogen“, verkündete am Sonntag sein nicht näher benanntes „Wahlkampfteam“. Ursachen seien effektiv zu bekämpfen, einen solchen Trend könne er in der aktuellen hiesigen Politik aber nicht erkennen. „Ich möchte mich jetzt selbst aktiv dafür einsetzen, dass es unserem Mülheim endlich wieder besser geht“, so der vierfache Vater.

Bilo sorgte 2010 mit Aktionen gegen die Stadtspitze für Aufsehen

Bilo ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber Stadtverwaltung und -politik. Im März 2010 ließ der Unternehmer etwa illegal an einer Brücke über der Friedrich-Ebert-Straße ein Banner anbringen, mit dem er die Baustellenplanung von Alt-Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (SPD) scharf kritisierte: „. . . noch eine Baustelle von Frau Mühlenfeld ohne Kopf und ohne Geld“, stand darauf geschrieben. Auch beklebte Bilo seinerzeit Fahrzeuge seiner Firma mit der Kritik an der Stadt. Er parkte sie provokant: direkt am Rathaus.

Bilo tritt an, um etwas gegen die massive Verschuldung der Stadt zu tun. Dabei sieht er die zum größten Teil stark defizitär wirtschaftenden städtischen und stadtnahen Gesellschaften als einen Teil des Problems. Zudem werde man das Gefühl nicht los, „dass der Fokus eher darauf liegt, Parteigenossen lukrative Posten in eben jenen Gesellschaften zu beschaffen“, ärgert sich der parteilose OB-Kandidat.

„Ich möchte weder ein Gehalt noch eine Pension noch einen Dienstwagen“

„Ich möchte weder ein Gehalt noch eine Pension noch einen Dienstwagen“, sagt Bilo. Es wäre mir eine Ehre, Mülheim diesen Dienst zu erweisen und ich werde auch weiterhin Aufträge der Stadtverwaltung ablehnen, um Neutralität zu wahren und so auch weiter finanziell vollkommen unabhängig agieren zu können.“ Die Bürger hätten mit seiner Kandidatur nun die Wahl, „ob sie auf Alt-Nichtbewährtes setzen oder mal was Anderes probieren. Was soll denn passieren? Schlimmer werden kann’s nicht mehr“, so Bilo.

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