Olympia 2032

Mülheim will vom Olympiavirus profitieren

Olympia-Botschafter Christian Keller, vierfacher Olympiateilnehmer und Weltmeister, nimmt am Sporttalk teil.

Olympia-Botschafter Christian Keller, vierfacher Olympiateilnehmer und Weltmeister, nimmt am Sporttalk teil.

Foto: Michael Gohl

Mülheim.  Mülheimer Sportstätten könnten als Trainingslager dienen: Sporttalk im Medienhaus diskutiert mögliche Bewerbung der Region für die Spiele 2032

Neun Schwerpunkte wurden in der Sportentwicklungsplanung für eine sportgerechte Stadt ausgemacht. Einer dieser Schwerpunkte, den der Mülheimer Sportbund (MSB) und der Mülheimer Sportservice (MSS) in den Fokus nehmen, sind Sportveranstaltungen. Als Auftakt wird am Dienstag, 26. Februar, ein öffentlicher Sporttalk im Medienhaus am Synagogenplatz stattfinden, zu dem nicht nur Vertreter von Sportvereinen eingeladen sind, sondern auch alle sportinteressierten Mülheimer! „Lässt sich die Rhein Ruhr Region vom Olympiavirus anstecken?“ lautet das Thema des Abends.

Aktuell bemüht sich die Initiative Olympic City Rhein Ruhr um eine Bewerbung für das Jahr 2032. Wird das funktionieren und wenn ja, wie? Wollen die Bürger Olympische Spiele in der Region überhaupt haben und werden sie die Bewerbung unterstützen?

Hochkarätig besetzter Talk

Der Talk ist hochkarätig besetzt: Nach einem Überblick zum Thema durch den Geschäftsführer der Initiative Rhein Ruhr City, Philip Erbers, wird Tanja Schwarze (Radio Mülheim) die Talkrunde mit Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, Dr. Sven Pieper, kommissarischer Leiter des Olympiastützpunktes Rhein Ruhr, sowie Christian Keller, ehemaliger Leistungsschwimmer und vierfacher Olympiateilnehmer, moderieren.

Gemeinsam widmet man sich in der Diskussion der Frage, wie eine mögliche Bewerbung aussehen könnte und welche Auswirkungen sie auf die Region hätte. Anregungen aber auch kritische Fragen aus dem Publikum sind anschließend willkommen. Der Talk beginnt um 18 Uhr, Einlass ist ab 17.30 Uhr.

Profitieren als Trainingsstätte

Mülheim, so die Leiterin des Mülheimer Sportservice, Martina Ellerwald, habe zurzeit keine für Olympia taugliche Sportstätte und werde bis dahin wohl auch keine haben. „Aber wir könnten trotzdem von dem großen Ereignis profitieren, etwas wenn Sportstätten in Mülheim in der Zeit der Olympiade als Trainingsstätten genutzt würden.“ Auch im Hockey, die Top-Sportart in dieser Stadt, in der auch international gesehen sehr gute Leistungen erbracht werden, kann Mülheim bei den Sportstätten längst nicht mithalten. „Es gab einmal den Plan, an der Mintarder Straße ein modernes Hockeystadion zu errichten“, erinnert Martina Ellerwald. Doch der Plan scheiterte. Das Stadion entstand in Mönchengladbach, wo dann wohl auch die Olympioniken spielen würden.

Leserkommentare (4) Kommentar schreiben