Geldautomaten-Sprengung

Mülheim: Nach Automaten-Sprengung verdächtiges Auto gefunden

Dieser Audi Kombi wurde am Donnerstagmorgen in einer niederländischen Kleinstadt gefunden. Ob es einen Zusammenhang gibt mit der Geldautomatensprengung in Mülheim-Saarn, untersucht jetzt die Polizei. Zeugen hatten allerdings von einem dunklen Fluchtwagen gesprochen.

Dieser Audi Kombi wurde am Donnerstagmorgen in einer niederländischen Kleinstadt gefunden. Ob es einen Zusammenhang gibt mit der Geldautomatensprengung in Mülheim-Saarn, untersucht jetzt die Polizei. Zeugen hatten allerdings von einem dunklen Fluchtwagen gesprochen.

Foto: Roland Heitink / Persbureau Heitink

Mülheim.  Nach der Geldautomaten-Sprengung in Mülheim wurde in den Niederlanden ein lädierter Audi entdeckt. Das Fluchtfahrzeug? Die Polizei hat Zweifel.

Die Polizei fahndet weiterhin nach den unbekannten Tätern, die am 9. Januar einen Geldautomaten an der Kölner Straße gesprengt und ausgeraubt haben. Laut Zeugen flüchteten sie in einem Audi Kombi. Nun wurde ein verdächtiger Pkw in den Niederlanden gefunden.

Laut Bericht einer Nachrichtenagentur aus Arnheim wurde der Wagen am Donnerstagmorgen entdeckt, nur wenige Stunden nach dem nächtlichen Vorfall in Mülheim-Saarn. Der silberfarbene Audi Kombi stand in Didam, einem Ortsteil der niederländischen Kleinstadt Montferland. Er ist auf der linken Seite stark beschädigt und verbeult.

Explosionsgefahr durch Gegenstände, die im Auto lagen

Wie die Agentur weiter meldet, befanden sich im Auto Gegenstände, von denen eine Explosionsgefahr ausging. In einem größeren Polizei- und Feuerwehreinsatz sei der Audi beschlagnahmt und abgeschleppt worden. Er soll bei einer Geldautomatensprengung in Deutschland eingesetzt worden sein.

Ob es sich hier tatsächlich um eine heiße Spur handelt, die zur Aufklärung des Raubes in Saarn beiträgt, ist allerdings fraglich. Laut Polizei gibt es bislang keine konkreten Hinweise auf einen entsprechenden Zusammenhang. Eine Polizeisprecherin weist auf Anfrage darauf hin, dass mehrere Zeugen von einem dunklen Audi Kombi gesprochen hätten, in dem zwei Männer flüchteten. Der in Didam beschlagnahmte Wagen ist aber silbern lackiert.

Mehrere Zeugen sprachen von einem dunklen Audi Kombi

Außerdem trägt er ein niederländisches Kennzeichen - der in Mülheim benutzte Fluchtwagen soll dagegen ein Duisburger Nummernschild gehabt haben, dies sagte jedenfalls ein Augenzeuge vor Ort. Der silberne Audi könnte ebenso gut von einer anderen Tat stammen, so die Polizeisprecherin. Es habe in jüngster Zeit mehrere Sprengungen in der Region geben. Aktuell würden weitere Zeugen vernommen und Hinweise geprüft.

Bei der Explosion an der Kölner Straße wurde das Sparkassen-Häuschen neben der McDonald’s-Filiale komplett zerlegt und auch ein geparkter Pkw stark beschädigt. Offenbar waren zwei Männer am Werk, sie sollen noch Geldscheine vom Boden aufgelesen und in eine Tasche gepackt haben, ehe sie in Richtung Selbeck wegfuhren.

Laut Sparkasse ist ein Sachschaden von rund 70.000 Euro entstanden. Der Geldautomat war bereits im Februar 2019 einmal gesprengt und erst im Sommer neu in Betrieb genommen worden.

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