Kultur

Mülheim: Mittwochsreihe hebt mit Rockabilly ab zum Flugplatz

„Wieder richtig Bock auf Live-Musik“: Die jungen Regler Sarah Rurka und Leon Schirdewahn-Debring verlegen die Mittwochsreihe für einen Tag zum Flughafen Essen/Mülheim. Die Rockabilly-Damen von Silverettes schmeißen ‘ne Show.

„Wieder richtig Bock auf Live-Musik“: Die jungen Regler Sarah Rurka und Leon Schirdewahn-Debring verlegen die Mittwochsreihe für einen Tag zum Flughafen Essen/Mülheim. Die Rockabilly-Damen von Silverettes schmeißen ‘ne Show.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Nur für einen Mittwoch haben die jungen Regler-Leute einen Deal mit dem Autokino geschlossen. Am 22. Juli gibt’s Rockabilly mit den Silverettes.

Die Mittwochsreihe will wieder live an den Start gehen. „Endlich“, werden da nicht nur die Fans der beliebten Reihe an der Freilichtbühne sagen. Nach vielen Wochen, in denen die jungen Regler-Leute mit witzigen Musik-Streamings von ungewöhnlichen Orten in die Welt sendeten, haben Sarah Rurka und Leon Schirdewahn-Debring „wieder richtig Bock auf Live-Musik“. Möglich macht’s der Flugplatz.

Am Mittwoch, 22. Juli, startet das Konzert. Die Rockabilly-Frauencombo „The Silverettes“ schmeißen die Show – die haben schon mit Dick Brave und BossHoss die Bühne abgeräumt. Diesmal geht’s an einen ungewöhnlichen Ort, zum neuerdings zum Autokino ausgebauten Flugplatz. „Warum nur klein denken“, meint Sarah Rurka, gut 200 Boliden passen aufs Gelände. Wenn die prall gefüllt mit je fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten sind, braucht man schon eine Menge Hände, um die abzuzählen.

Fans der Mittwochsreihe wieder hungrig auf Live-Konzerte

Sarah und Leon hoffen darauf, dass auch die Fans der Mittwochsreihe hungrig sind auf Live-Konzerte. In den vergangenen Wochen haben die jungen Regler sie mit musikalischer Kost von ungewöhnlichen Orten in Mülheim versorgt. Die Rude Reminders etwa spielten im Makroscope, „Xela Wie“ in der Luftschiffhalle – dort übrigens entstand auch der engere Kontakt zur WDL. Die Idee, das Autokino zu nutzen, war geboren.

Die Mittwochs-Streamings sind damit allerdings nicht passé, zumal die Brost Stiftung die Reihe bis 2021 finanziert hat. „Wir haben dadurch eine Menge Erfahrung mit digitalen Formaten gesammelt und wir haben viel darüber nachgedacht, wie wir Leute abholen, die vielleicht von der Couch aus zuschauen“, meint Leon. Das sei spannend gewesen, manchmal auch „kribbelig“, weil zwar Licht, Ton und Kamera immer gut funktionierten. Aber der Datenstrom an den verschiedenen Orten nicht immer beständig floss – Stichwort Sendeloch.

Junges Regler-Team bastelt an neuen digitalen Ideen

Konzerte zu organisieren, sind einfacher, meinen die beiden Regler-Leute. „Man weiß ja nicht, wie sich Corona noch entwickelt, aber ich bin gespannt, was sich noch entwickelt“, basteln beide gedanklich schon an digitalen Musik-Formaten, bei denen mehr Austausch zwischen Zuschauer und Band möglich sein könnte. „Total cool wäre es, wenn die Leute zum Beispiel zum Mittwochs-Streaming grillen und uns davon Filme schicken, wie sie feiern“, überlegt Sarah, wie man das einbauen könnte.

Die Silverettes starten am 22. Juli um 20 Uhr. Karten kosten 20 Euro für beide Vordersitze, jeweils fünf Euro pro „Hinterbänkler“ auf den Rücksitzen. Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sind erlaubt.

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