Gastronomie

Mülheim: Kulinarische Schnitzeljagd soll Restaurants stärken

Die Teilnehmer der Kulinarischen Schnitzeljagd können in sieben Stunden verschiedene Mülheimer Restaurants kennenlernen. Auch das Ronja im Ringlokschuppen ist dabei. 

Die Teilnehmer der Kulinarischen Schnitzeljagd können in sieben Stunden verschiedene Mülheimer Restaurants kennenlernen. Auch das Ronja im Ringlokschuppen ist dabei. 

Foto: Martin Möller / Funke Foto Services

Mülheim  Gastronomen erhoffen sich von der Kennenlern-Aktion einen weiteren Schritt zur Normalität. Die Premiere der Schnitzeljagd 2019 war erfolgreich.

Dass sich die Mülheimer Gastronomie unter Corona-Bedingungen nur langsam erholt, ist kein Geheimnis. Einen Schub in Richtung Normalität erhoffen sich deshalb manche nun von der „Kulinarischen Schnitzeljagd“, deren Premiere im vergangenen Jahr etliche Besucher in die Restaurants gezogen hat. Zwei Termine im Juni und September sind 2020 wieder vorgesehen.

Zahl der Touren wird wegen der Corona-Auflagen auf 150 begrenzt

Das Prinzip der „Schnitzeljagd“ hat sich aufgrund der Pandemie leicht verändert: Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, werden die Touren auf 150 begrenzt. Damit soll sichergestellt werden, dass auch in kleinen Läden der Mindestabstand eingehalten werden kann: „Natürlich werden diese Touren anders als im letzten Jahr sein. Es wird hygienische Regeln geben und es wird bestimmt eine andere Stimmung sein – gerade bei der ersten Tour im Juni“, davon geht Organisator und Gründer Peter Wiedeking aus.

Dennoch sehen nicht nur die Macher darin auch eine Chance, die Gastronomie zu unterstützen. Ronja-Chef Sinan Bozkurt fände „es gut, wenn die Leute so erfahren, dass wir wieder schrittweise in Richtung Normalität gehen“. Im vergangenen Jahr kamen gut 200 Schnitzeljäger im vegan-vegetarischen Restaurant am Ringlokschuppen vorbei, „darunter waren viele neue Gäste“, begrüßt Bozkurt solche Kennenlern-Aktionen, weil sie alle lokalen Gastros spürbar stärkten. Das Ronja habe auf den zu erwartenden Ansturm auch schon reagiert und seinen Außenbereich so aufgestellt, dass sogar mehr als zwei Meter Abstand eingehalten werden können, schildert Bozkurt.

Auftakt am 20. Juni mit 15 Mülheimer Restaurants

Zwei Termine bietet die Schnitzeljagd in diesem Jahr an: Am Samstag, 20. Juni, schnabulieren sich die Jäger zwischen 11 und 18 Uhr durch 15 Restaurants, darunter Manducare, Pro.V.ita Weinkellerei, Püngel & Prütt, Fair1-Heim, Café Einhorn und Tomate. Am Samstag 12. September, hingegen sind zwölf Orte dabei, unter anderem Ronja, Rick's Café und Franky's.

Das Prinzip ist aber jedes Mal gleich: Wer sich auf die Tour machen will, kauft ein Ticket für 30 Euro im Vorverkauf. Dafür erhält man ein Armband, mit dem man sieben Stunden lang in den Restaurants kostenlos eine besondere Köstlichkeit zum Kennenlernen erhält. Angeboten werden jeweils auch vegetarische oder vegane Alternativen. Kinder bis zwölf Jahren können umsonst mitfahren und auch essen.

Fahrradtour empfiehlt sich

In welcher Reihenfolge man die Gastronomie abgrast, ist jedem selbst überlassen. Die Strecke ist zwischen 15 und 25 Kilometer lang – je nach Stadtteil und Reihenfolge. Unterwegs ist man optimalerweise mit dem Fahrrad, denn die Tour ist radoptimiert und kann über Google Maps oder Komoot kostenlos aufs Navi oder Handy runtergeladen werden.

KARTENVERKAUF UND TERMINE

Eintrittskarten für die Kulinarische Schnitzeljagd gibt es im Vorverkauf für 30 Euro bis zwei Wochen vor dem jeweiligen Event (danach 35 Euro) online, in den teilnehmenden Läden, sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Die Kulinarischen Schnitzeljagden gibt es deutschlandweit seit sechs Jahren. Ins Leben gerufen hat sie Peter Wiedeking.

Weitere Infos, Tickets und eine Liste aller beteiligten Restaurants auf www.kulinarische-schnitzeljagd.de.

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