Altenpflege

Mülheim: Erstes Krankenhaus in NRW bietet Kurzzeitpflege an

Kurzzeitpflege konnten bislang nur Seniorenheime anbieten. Nun steigt auch das Evangelische Krankenhaus Mülheim ein, als erstes Haus in NRW.

Kurzzeitpflege konnten bislang nur Seniorenheime anbieten. Nun steigt auch das Evangelische Krankenhaus Mülheim ein, als erstes Haus in NRW.

Foto: Oliver Berg / dpa

Mülheim.  Das Evangelische Krankenhaus Mülheim richtet demnächst Kurzzeitpflegeplätze für Senioren ein - als erstes Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen.

Als erstes Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen will das Evangelische Krankenhaus Mülheim (EKM) demnächst Kurzzeitpflegeplätze für Senioren schaffen. Der dazu nötige Versorgungsvertrag wird am 6. Februar im Landesgesundheitsministerium in Düsseldorf unterzeichnet.

Damit nimmt das EKM eine Vorreiterrolle ein. Bislang war die Regelung so, dass Kurzzeitpflege nur in Seniorenheimen erfolgen konnte. In der Praxis fehlen aber allerorten Plätze, auch in Mülheim ist dies seit Jahren ein bekanntes Problem. Um hier die Kapazitäten zu erweitern, soll in NRW nun ein neuer Weg beschritten werden.

Gerade nach Krankenhausbehandlung oft „menschlich schwierige Situationen“

Im Juni hat Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) eine Initiative vorgestellt, wonach sich auch Krankenhäuser im Bereich Kurzzeitpflege engagieren können. Laumann sagte damals: „Gerade im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung führte das Fehlen von Kurzzeitpflegeplätzen oft zu menschlich schwierigen Situationen.“ Auf diese Weise wolle man Abhilfe schaffen. Er hoffe, dass viele Krankenhäuser die Möglichkeit nutzen werden.

Eine Arbeitsgruppe aus Gesundheitsministerium, Pflegekassen und Krankenhausgesellschaft NRW hat eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Im Sommer 2019 sollten alle Krankenhäuser angeschrieben und darüber informiert werden. Interessierte Häuser können sich direkt beim Ministerium melden.

Nun hat das EKM offensichtlich als erstes zugegriffen. Um die Kurzzeitpflegeplätze einrichten zu können, muss das Haus einen Versorgungsvertrag mit den Landesverbänden der Pflegekassen abschließen. Der erste Vertrag dieser Art wird am kommenden Donnerstag unterschrieben, anwesend sind neben Minister Laumann und dem EKM-Geschäftsführer Nils B. Krog auch führende Vertreter der AOK Rheinland/Hamburg und der Knappschaft.

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