Kunst

Michael Jansen zeigt Werke im Mülheimer Kunstraum

Michael Jansen vor seinen Arbeiten im Kunstraum an der Schloßstraße 29.

Foto: Jörg Schimmel

Michael Jansen vor seinen Arbeiten im Kunstraum an der Schloßstraße 29. Foto: Jörg Schimmel

Mülheim.   Im Kunstraum an der Schloßstraße stellt Michael Jansen seine Werk aus. Der bekannte Philosoph Bazon Brock eröffnet die Ausstellung.

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Ein Mensch muss schon verschwenderisch mit Gaben ausgestattet sein, um spartenübergreifend eine eigenständige Position entstehen zu lassen. Michael Jansen bezeichnet sich selbst als „Pionier-Artist“ in der Verbindung zwischen Bildender Kunst, Klang, Komposition, Technik, Elektronik und Performance. Das Experimentelle ist genau seine Sache. „Das Leben ist bunt genug, man muss es mit Inhalten füllen“, sagt der Rheinberger Jahrgang 1951.

Pianist und Elektroniker

Rund 30 Werke, darunter ganz neue Arbeiten, zeigt er im Kunstraum von Galerist Gerold Hamé an der Schloßstraße 29. Innovationen und auch Schräges hat der kreative Allrounder entwickelt, der schon mit dem bekannten amerikanischen Komponisten John Cage und Joseph Beuys zusammenarbeitete. 1980 spielte Jansen, der sich auch als Pianist und Elektroniker versteht, mit John Cage im besetzten Stollwerck-Gebäude.

Sein erstes Studium in Graz galt der Jazz-Musik. So erschuf er u.a. einen Körpersynthesizer, ein Räucherwerk unter einem Klavier oder spielte auf dem Padlt-Noidlt-Festival 1977 in Graz „auf einem brennenden Flügel“.

In Mülheim zeigt der Documenta-Teilnehmer Bilder, Drucke und Multiplex-Kunst unter dem Titel „Optimystische Vitamine“. Spirituelles strömen die ineinanderfließenden kraftvollen Farbfelder aus, spielen mit der Fantasie. Auf der Grundlage von Fotos und Zeichnungen, die Jansen am Rechner zusammenführt, komponiert er seine Werke zu völlig neuen Arbeiten. Das große Werk „Crossroad“ ist der hektischen Situation an einer Straßenkreuzung mit reichlich Fluktuation nachempfunden. Für den Druck bevorzugt er übrigens den Stoff „Trevira CS“, das „Beste, um UV-härtende Farben zu halten“, weiß der Künstler.

Die Verbindung zu den Farbfeldern schafft eine mehrdimensionale Arbeit, geschnitten aus Holz und mit Teer besprüht, die ohne Begrenzung frei an der Wand hängt.

Innovativer Querdenker, der in keine Schublade passt

Auf der Schnittstelle der unterschiedlichsten Sparten ist Jansen als innovativer Querdenker unterwegs, seine Kunst passt in keine Schublade. Gastprofessor war er u.a. an der Hochschule für Künste in Bremen.

Als eine Institution und als ein streitbarer Geist ist der emeritierte Ästhetik-Professor, Philosoph und „Künstler ohne Werk“ Bazon Brock bekannt. In Berlin hat er 2011 eine „Denkerei“ gegründet. Jansen und Galerist Gerold Hamé kennen und schätzen ihn seit vielen Jahren. So reist der 80-jährige Bazon Brock aus dem Bergischen Land an, um am heutigen Samstag, 19 Uhr, die Einführungsrede zur Ausstellungseröffnung zu halten.

Wenn der Filmemacher Werner Nekes nicht kürzlich verstorben wäre, dann hätte Brock den ehemaligen Wegstreiter wohl gerne besucht. Sie kannten sich seit Anfang der 70er Jahre, als beide eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg hatten.

>>> Genossenschaft führt Kulturelle zusammen

Die Ausstellung „Axcept“ von Michael „Mike“ Jansen im Kunstraum von Gerold Hamé wird am heutigen Samstag, 18. Februar, 19 Uhr, eröffnet. Der emeritierte Ästhetik-Professor Bazon Brock hält die Einführungsrede. Das Duo „Jade“ wird die Eröffnung musikalisch begleiten. Während der Dauer der Ausstellung (bis 31. April) wird es ein Begleitprogramm geben.


Michael Jansen engagiert sich für auch für die Genossenschaft „Art4 Life&Business-Denkmal“, die Sammler, Galeristen, Künstler und Editoren zusammenführt.

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