Hochwasser

„Mäusehaus“ in Saarn muss wegen Wasserschaden ausweichen

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Im Vereinsheim der Turnerschaft Saarn in Mülheim ist auch das „Mäusehaus“ angesiedelt.

Im Vereinsheim der Turnerschaft Saarn in Mülheim ist auch das „Mäusehaus“ angesiedelt.

Foto: Kerstin Bögeholz / Funke Foto Services GmbH

Mülheim.  Die Tagespflegeeinrichtung „Mäusehaus“ in Mülheim-Saarn sucht nach dem Hochwasser andere Räume. Ein Ausweichquartier wird dringend benötigt.

Das Mäusehaus in Saarn sucht dringend Ausweichräume. Denn auch hier ist Wasser in Folge der Überschwemmungen eingedrungen und hat Räume und Mobiliar beschädigt. Noch ist das Pflegenest wegen der Ferien zu, „dennoch muss rasch eine Lösung her“, sagt Karin Löwenberg, die Einrichtungsleiterin, die im Urlaub an der Ostsee von der Meldung überrascht wurde.

Wasser stand in den Betreuungsräumen zehn Zentimeter hoch

In den Betreuungsräumen im Vereinsheim der Turnerschaft Saarn am Kirmesplatz soll das Wasser zehn Zentimeter hoch gestanden haben. Es sei Grundwasser, kein Flutwasser gewesen. „Wir liegen Gott sei dank etwas höher als die überflutete Kleingartenanlage an der Mintarder Straße“, so Karin Löwenberg. Der Vermieter, Mitglieder der Turnerschaft haben das Gröbste schnell beseitigt. „Es wird aber Wochen dauern, bis alles renoviert ist. Handwerker kriegt man ja jetzt ganz schlecht“, meint die Betreuerin.

Das Jugendamt versuche alles, um zu helfen. Eltern, Freunde und Bekannte haben auch in den sozialen Medien Alarm geschlagen. Mit guter Resonanz. „Die Flut an Hilfszusagen war groß, das ist toll. Ein ehemaliges Kind von uns, jetzt neun Jahre alt, wollte sogar sein Sparschwein schlachten, um zu helfen“, erzählt die Einrichtungsleiterin. Eine Dame bot ihre recht große Wohnung an, sie werde solange woanders unterkommen. Die Räume entsprachen aber leider nicht den Anforderungen. In der nächsten Woche will Karin Löwenberg – wenn möglich – weitere angebotene Ersatzräume besichtigen.

Mädchen wollte ihr Sparschwein schlachten

Was man brauche, um die neun Kinder von 1 bis 3,5 Jahren zu betreuen, seien Räume im Erdgeschoss oder im 1. Stock, dann aber mit zweitem Ausgang – wegen der Brandschutzvorschriften. Betreuungszeit ist von 8 bis 15 Uhr. Das Problem für alle sei die Ungewissheit: „Wir brauchen die Räume kurzfristig. Ich weiß aber nicht, für wie lange“, so Karin Löwenberg.

Wer dem Mäusehaus helfen möchte und Räume anbieten kann, kann sich unter 0177 7798471 melden.

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