Sportstätten

Luisenschule braucht zur Talentförderung im Sport mehr Platz

Luisenschule, Sportschule NRW:  Pia Zenzen (11) – hier mit Sportkoordinator Stefan Schmitz-Flottman – gehört zum ersten „Sportlerjahrgnag“.

Foto: Christoph Wojtyczka

Luisenschule, Sportschule NRW: Pia Zenzen (11) – hier mit Sportkoordinator Stefan Schmitz-Flottman – gehört zum ersten „Sportlerjahrgnag“. Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim.   Die Luisenschule startet als Sportschule NRW bald mit dem dritten Jahrgang. Die neue Dreifachturnhalle steht ihr erst ab 2021 zur Verfügung.

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Seit gut zwei Jahren schmückt der Titel „Sportschule NRW“ die Luisenschule. Im nächsten Schuljahr will das Gymnasium An den Buchen mit der dritten Sportklasse starten. 28 Schüler werden jeweils in eine Sportklasse aufgenommen. Fünf (klassische Schulstunden) Stunden Sport stehen dann wöchentlich auf dem Stundenplan. Der Start, sagt Sportkoordinator Stefan Schmitz-Flottmann, sei erfolgreich gewesen. Doch ein massives Problem plagt das Gymnasium: Es mangelt an Raum für Sport.

Die neue Dreifach-Turnhalle, die an der Südstraße geplant ist, wird nach jetzigem Stand erst zu Beginn des Jahres 2021 zur Verfügung stehen. Die europaweite Ausschreibung ist erfolgt. Derzeit bereite man die Vergabe der Gebäudeplanung vor, sagt die Leiterin des Mülheimer Sportservice, Martina Ellerwald. Mit der fertigen Planung werde dann der Antrag auf den Zuschuss beim Land gestellt. Das hat bereits zugesagt, das Projekt mit 4,8 Millionen Euro zu fördern, 1,2 Millionen trägt die Stadt, auch das Geld ist per Ratsbeschluss genehmigt. „Wir brauchen die Halle dringend“, unterstreicht noch einmal Schmitz-Flottmann. Man sei an der Kapazitätsgrenze.

140 Sportstunden erteilt das Gymnasium in der Woche, und mit jeder neuen Sportklasse werden es mehr. Jede Klasse erhält mindestens drei Sportstunden in der Woche. Derzeit steht der Schule dafür lediglich die eigene kleine Sporthalle zur Verfügung, die Innogy-Sporthalle kann zeitweise genutzt werden wie die Harbecke-Sporthalle, zu der ein Shuttleservice eingerichtet werden muss. Für alle Beteiligten, heißt es, sei dies keine befriedigende Lösung. Mit 14 Sportlehrerinnen und -lehrern sieht man sich dagegen personell gut aufgestellt.

Das Gymnasium leidet wie auch manche Vereine unter dem Mangel an Sporthallen in der Stadt. Nach Berechnungen müssten gleich mehrere Turnhallen errichtet werden, um den Bedarf zu decken. Angesichts der Finanzkrise ist dies vorerst nicht zu realisieren.

Kooperationen mit Sportvereinen wie im Badminton, im Hockey, im Turnen und im Schwimmen bereichern das Angebot. „Uns geht es nicht darum, aus jedem Schüler einen Leistungssportler zu machen“, sagt Schmitz-Flottmann. Aber das Angebot sei vorhanden. Wer will, Talent hat und die Leistung bringt, erhält von der Schule vielfältige Unterstützungen. Unter anderem gibt es extra einen sogenannten Stützlehrer, der mit den Leistungssportlern versäumten Unterrichtsstoff nachholt, wenn ein Schüler wegen eines Wettkampfes nicht am Unterricht teilnehmen konnte.

Die Aufnahmeprüfungen für die Sportklasse bestehen die meisten Schüler. Viele sind in einem Verein aktiv. „Wir wollen sportbegeisterte Kinder“, sagt der Koordinator. Mehr Infos gibt es am Samstag, 9. Dezember, von 9.30 bis 12.30 Uhr beim Tag der offenen Tür: Eltern und Kinder der vierten Grundschulklassen erfahren dann auch, was sie beim Test leisten müssen.

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