Lösung für Entenfang-Anlieger

Dauercampen am Entenfang war seit Jahren als Problem bekannt, denn rund um den See ist dauerhaftes Wohnen nicht gestattet. Vor einem Jahr machte das Land ernst und setzte der Stadt über die Bezirksregierung zwei Ultimaten, wie Planungsdezernent Peter Vermeulen erläuterte. Alle 29 Bewohner, die nach dem 1. April 2014, auf das Areal gezogen sind, sollten angeschrieben werden. Ab diesem Stichtag hatte das Einwohnermeldeamt per Merkblatt darüber informiert, dass Dauerwohnen am Entenfang nicht erlaubt ist. Die Betroffenen würden weichen müssen, nicht von einem auf den anderen Tag, aber nach einer Übergangsfrist. Für die Altfälle, die vor dem 31. März 2014 ihren Erstwohnsitz am See angemeldet haben oder dort seit Jahrzehnten leben, gebe es auch kein Gewohnheitsrecht, betonte Andreas Gabelin vom Rechtsamt. Die Verwaltung wollte aber soziale Härten verhindern oder abschwächen. Vermeulen kündigte Einzelfallprüfungen an und setzte auf Augenmaß. Er betonte: „Wir wollen Gesprächspartner der Bewohner sein und auf der Basis der bestehenden Rechtslage Lösungen erarbeiten.“ Alter der Bewohner, Gesundheit, Investitionssumme und Wohndauer - all diese Fakten sollten Berücksichtigung finden. Eine Duldung auf Lebenszeit sah man als vorstellbare Option an. Fest stand, dass für keines der Gebäude, die oft liebevoll und mit großem Aufwand und Geld gestaltet wurden, eine Baugenehmigung vorliegt. Viele hatten sich am Entenfang 7 ein kleines Paradies geschaffen. Langfristig könnte das Areal eine Wochenendhaussiedlung werden, für die es ebenso wie für Campingplätze eine Verordnung gibt.

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Dauercampen am Entenfang war seit Jahren als Problem bekannt, denn rund um den See ist dauerhaftes Wohnen nicht gestattet. Vor einem Jahr machte das Land ernst und setzte der Stadt über die Bezirksregierung zwei Ultimaten, wie Planungsdezernent Peter Vermeulen erläuterte. Alle 29 Bewohner, die nach dem 1. April 2014, auf das Areal gezogen sind, sollten angeschrieben werden. Ab diesem Stichtag hatte das Einwohnermeldeamt per Merkblatt darüber informiert, dass Dauerwohnen am Entenfang nicht erlaubt ist. Die Betroffenen würden weichen müssen, nicht von einem auf den anderen Tag, aber nach einer Übergangsfrist. Für die Altfälle, die vor dem 31. März 2014 ihren Erstwohnsitz am See angemeldet haben oder dort seit Jahrzehnten leben, gebe es auch kein Gewohnheitsrecht, betonte Andreas Gabelin vom Rechtsamt. Die Verwaltung wollte aber soziale Härten verhindern oder abschwächen. Vermeulen kündigte Einzelfallprüfungen an und setzte auf Augenmaß. Er betonte: „Wir wollen Gesprächspartner der Bewohner sein und auf der Basis der bestehenden Rechtslage Lösungen erarbeiten.“ Alter der Bewohner, Gesundheit, Investitionssumme und Wohndauer - all diese Fakten sollten Berücksichtigung finden. Eine Duldung auf Lebenszeit sah man als vorstellbare Option an. Fest stand, dass für keines der Gebäude, die oft liebevoll und mit großem Aufwand und Geld gestaltet wurden, eine Baugenehmigung vorliegt. Viele hatten sich am Entenfang 7 ein kleines Paradies geschaffen. Langfristig könnte das Areal eine Wochenendhaussiedlung werden, für die es ebenso wie für Campingplätze eine Verordnung gibt.

Auch wenn es Anfang 2016 nicht danach aussah: Im Dezember konnten die Bewohner am Entenfang aufatmen. Die meisten der 560 Dauercamper können dort wohnen bleiben. Sehr viele Einzelgespräche hatte die Stadt geführt. Die meisten Anwohner hatten gute Gründe vorgebracht, dort bleiben zu wollen. Existenzängste kamen unter den Bewohnern auf, die zum Teil ihr gesamtes Vermögen in ihr Häuschen am See investiert hatten. Die Stadt hatte das Dauerwohnen dort über Jahre stets toleriert. Die Politiker hielten ihr Versprechen, sich für sozialverträgliche Lösungen stark machen zu wollen. „Viele hätten mit einem erzwungenen Umzug große persönliche Probleme bekommen“, erklärte Planungsamtsleiter Jürgen Liebich und betonte, dass auch die Bezirksregierung der Stadt Spielraum gelassen habe. Wer krank und gebrechlich ist und dort sein sicheres soziales Umfeld hat, soll auch bleiben können. Und auch jene, die sich finanziell keine Stadtwohnung leisten können, sollten nicht die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen. Familien, zum Teil in mehreren Generationen, wollte auch keiner auseinanderreißen. „Die Stadtverwaltung“, lobt Ramona Baßfeld, Anwohnerin und auch Ratsfrau, habe sich große Mühe geben, jeden einzelnen Fall zu bewerten. Fest steht: Der Wohnsitz darf in keinen Fall mehr als Erstwohnsitz vererbt oder verkauft werden. „Das wird für viele zu finanziellen Verlusten führen“, weiß Ramona Baßfeld. Aus dem Campingplatz macht die Stadt ein Sondergebiet „Wochenendplatz“, um so die derzeit planungsrechtlich nicht genehmigte Nutzung zu legalisieren.

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