Luftfahrt

Land fördert E-Flugzeug, das auch in Mülheim abheben soll

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So sieht es aus, das Silent Air Taxi, das nun als Forschungsflugzeug erstmals im Flugschulbetrieb erprobt werden soll, unter anderem am Flughafen Essen-Mülheim.

So sieht es aus, das Silent Air Taxi, das nun als Forschungsflugzeug erstmals im Flugschulbetrieb erprobt werden soll, unter anderem am Flughafen Essen-Mülheim.

Foto: e.Sat GmbH

Mülheim/Aachen.  Das Land NRW gibt fast eine Million Euro für ein Forschungsprojekt mit E-Flugzeugen, die bald auch am Flughafen Essen-Mülheim abheben sollen.

Das NRW-Verkehrsministerium hat eine Förderung in Höhe von 810.000 Euro für zwei moderne E-Flugzeuge sowie einen passenden Flugsimulator zur Verfügung gestellt, die bald schon auch zu Erprobungsflügen vom Flughafen Essen-Mülheim aus abheben sollen.

Dies teilte jetzt die Fachhochschule Aachen mit, deren Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik das Forschungsprojekt zum CO2-freien Fliegen technisch vorantreibt. Die Pilotenausbildung findet aktuell ausschließlich in Flugzeugen mit Verbrennungsmotoren statt. Die unangenehmen Folgen: für Flughafen-Anrainer Lärm und für die Umwelt Schadstoffe.

Flughafen Essen-Mülheim ist einer der Kooperationspartner für Testflüge

Im Rahmen der Ausbildung am Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück soll sich das am 1. Juli ändern: Der Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen startet gemeinsam mit der in Merzbrück ansässigen Flugschule Westflug ein Projekt zur Erforschung der Pilotausbildung mit den voll elektrisch angetriebenen Flugzeugen „Silent Air Trainer“, deren Anschaffung das Land nun fördert.

Auch der Flughafen Essen-Mülheim ist Kooperationspartner. Wie Prof. Dr. Frank Janser von der FH Aachen unlängst im Gespräch mit dieser Redaktion ankündigte, sollen die E-Flugzeuge noch in diesem Jahr auch auf den Raadter Höhen im Flugschulbetrieb erprobt werden – und Anwohnern im Umfeld den Beweis liefern, dass modernes Fliegen nicht lärmen muss.

Start schon im Juli in Aachen-Merzbrück

Das Projekt soll aber zunächst in Merzbrück starten. Herausfinden will das Forschungsteam, „wie die Pilotenausbildung mit E-Flugzeugen umgesetzt werden kann, welche Emissionen dadurch eingespart werden können und wie die Instandhaltung der elektrisch angetriebenen Flugzeuge in bestehende Wartungsprozesse integriert werden kann“.

„Wir wollen, dass die Mobilität der Zukunft in Nordrhein-Westfalen nicht nur erforscht und entwickelt, sondern auch so früh wie möglich angewendet wird“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst zur Förderung. „Leiser und sauberer Flugverkehr ist gerade in unserem hochverdichteten Ballungsraum wichtig. Wir schaffen dafür beste Forschungs- und Testbedingungen.“

Projektleiter: „Jetzt gilt es, die Flieger zügig in die Luft zu bringen“

„Jetzt gilt es, die Flieger zügig in die Luft zu bringen“, sagte derweil Projektleiter Janser. Elektrisch angetriebene Flugzeuge sollen lärm- und schadstoffarm sowie - je nach Stromversorgung - CO2-neutral fliegen. „Das entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Flugplatz-Anrainer“, so der Geschäftsführer der beteiligten Flugschule Westflug aus Merzbrück.

Neben dem Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück und dem Flughafen Essen-Mülheim ist der Flugplatz Bonn-Hangelar Projektpartner.

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