Bienenkrankheit

Kranke Bienen: Faulbrut-Erreger breitet sich in Mülheim aus

Die Bienenvölker in Mülheim-Holthausen und Mülheim-Heimaterde müssen auf Faulbrut untersucht werden.

Die Bienenvölker in Mülheim-Holthausen und Mülheim-Heimaterde müssen auf Faulbrut untersucht werden.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Das Veterinäramt Mülheim hat eine Verfügung zum Schutz gegen Faulbrut erlassen. Ursache: Verdacht einer Infektion in Holthausen und Heimaterde.

Wie das Veterinäramt Mülheim mitteilt, haben sich die Erreger der Bienenkrankheit Faulbrut weiter in der Stadt ausgebreitet. Nachdem Ende Mai bereits in Speldorf ein Untersuchungsgebiet eingerichtet werden musste, folgen nun Mülheim-Holthausen und Mülheim-Heimaterde.

Die Allgemeinverfügung der Stadt zum Schutz gegen die amerikanische Faulbrut geht auf den Verdacht einer Infektion zweier Bienenstände in Holthausen und Heimaterde zurück – das Veterinäramt wurde von den Bienenhaltern über den Verdacht informiert. Da es sich um einen Nachweis der Erreger, nicht aber um einen Ausbruch der Bienenseuche handelt, hat die Stadt ein Untersuchungsgebiet im Radius von 1000 Metern um die betroffenen Bienenstände ausgerufen.

Begutachtung der Bienenvölker im Untersuchungsgebiet

Besitzer von Bienenvölkern, die ihren Standort im Untersuchungsgebiet haben, sind dazu verpflichtet, den genauen Standort und die Anzahl der Bienenvölker beim Veterinäramt anzuzeigen. So sollen sämtliche Bienenvölker durch einen amtlich beauftragten Bienensachverständigen bis spätestens 31. Juli untersuchen werden können.

Bis wann das Untersuchungsgebiet aufrecht erhalten bleibt, lässt sich laut Veterinäramt noch nicht sagen. Das Speldorfer Untersuchungsgebiet etwa ist seit Ende Mai nach wie vor gültig.

Schwache Bienenvölker sind für eine Infektion anfälliger

Dass ein Ausbruch der Bienenkrankheit für Bienenhalter sehr einschränkend sein kann, weiß Hobby-Imker Carsten Scharwei. „Die Waben müssen zwei bis drei Tage lang regelmäßig gereinigt werden, damit keine weiteren Verunreinigungen in den Bienenstand gelangen“, erklärt er das Vorgehen.

Wichtig sei es, das Bienenvolk stark und gesund zu halten, so könne eine Infektion im Idealfall vermieden werden: „Besonders schwache Völker sind für einen Ausbruch der Faulbrut anfällig.“

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