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Klimaschutz: Verbraucherzentrale hat Tipps zum Energiesparen

Nicht nur das richtige Heizverhalten kann zum Klimaschutz beitragen. Auch die Heizungsanlage spielt eine große Rolle. Die Mülheimer Verbraucherzentrale lädt zu einer offenen Beratung rund um das Thema Strom und Heizungswärme ein.   [ Rechtehinweis: picture alliance ]

Nicht nur das richtige Heizverhalten kann zum Klimaschutz beitragen. Auch die Heizungsanlage spielt eine große Rolle. Die Mülheimer Verbraucherzentrale lädt zu einer offenen Beratung rund um das Thema Strom und Heizungswärme ein. [ Rechtehinweis: picture alliance ]

Foto: dpa Picture-Alliance / Robert Schlesinger

Mülheim.  Ein Zeichen setzen gegen den Klimawandel. Auch in Mülheim möchten Menschen etwas tun. Ein Ansatzpunkt ist der Umgang mit Strom und Heizwärme.

Klimawandel – ein Thema, das auch in Mülheim die Bürger bewegt und Anlass gibt, das eigene Verhalten zu überdenken. Dazu gehört natürlich auch der Umgang mit Strom und Heizwärme. Fragen, wie man als Verbraucher den Stromverbrauch senken kann, und ob der Einbau einer neuen, kostenintensiven Heizungsanlage sinnvoll ist, beschäftigen viele Eigenheimbesitzer.

Die Mülheimer Verbraucherzentrale an der Leineweberstraße 54 bietet daher unter dem Motto „(Keine) Zeit für (falsche) Entscheidungen“ am Montag, 21. Oktober, von 15 bis 18 Uhr eine kostenlose Beratung rund um finanzielle Förderprogramme für den Heizungsaustausch und andere Vorhaben, die den Energieverbrauch senken können. Eine Anmeldung für dieses offene Beratungsangebot ist nicht erforderlich.

Viele Eigentümer setzen auf Wärmepumpen

„Gerade bei Entscheidungen, die Geld kosten, gilt: Nur wer gut informiert handelt, holt mit der Investition für sich selbst und das Klima das Beste raus“, sagt Annette Hoffmeister, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW. Die Diplom-Ingenieurin für Bauwesen berät in der Mülheimer Verbraucherzentrale regelmäßig Eigenheimbesitzer in Sachen klima- und verbraucherfreundliche Energie.

Eine zentrale Entscheidung mit vielen offenen Fragen sei die Auswahl einer neuen Heizung. „Wir haben demnächst das Problem, dass keine neuen Ölheizungen mehr eingebaut werden dürfen“, so Hoffmeister, und weist auf den Beschluss des Klimakabinetts hin, nach dem ab 2026 der Einbau neuer Ölheizungen deutschlandweit verboten werden soll.

„Aber nicht alle haben die Möglichkeit, auf Gas umzustellen, da ein Gasanschluss nicht überall verfügbar ist.“ Viele Immobilienbesitzer würden daher gerade im Neubau auf Wärmepumpen als Alternative zu Heizöl und Gas setzen. Elektrisch betrieben nutzen die Wärmepumpen erneuerbare Energie in Form von Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Ein richtiger Schritt in Richtung Klimaschutz, wenn sie denn sinnvoll eingebaut und eingesetzt werden.

Energieberaterin klärt über Alternativen auf

So seien die Systeme in Gebäuden, die relativ wenig Wärme benötigen, gut eingesetzt. „Aber in schlecht gedämmten Altbauten macht der Einbau einer Wärmepumpe unterm Strich wenig Sinn, da so viel Strom benötigt wird, dass es dann eher klimaschädlich ist“, erklärt Hoffmeister.

Die Energieberaterin klärt in ihren Beratungen daher auch, welche Voraussetzungen in den Gebäuden vorhanden sind, und welche Maßnahmen energetisch, aber auch kostentechnisch am sinnvollsten erscheinen. Denn neben Wärmepumpen gibt es Alternativen wie Flüssiggasanlagen oder Pelletheizungen für Haushalte, die keinen Gasanschluss zur Verfügung haben. Außerdem spielt für die Verbraucher und Immobilienbesitzer natürlich eine große Rolle, welche Förderprogramme für sie abrufbar seien. „Eine gute Planung ist daher für Investitionen absolut notwendig“, weiß die Expertin. „Gerade auch im Hinblick auf die finanziellen Fördermöglichkeiten.“

Auch Ortstermine im eigenen Haus können vereinbart werden

Neben der kostenlosen Erstberatung, die alle zwei Wochen jeweils montags oder nach telefonischer Vereinbarung auch an anderen Tagen in der Mülheimer Verbraucherzentrale angeboten wird, können auch Ortstermine vereinbart werden. „Sachkundige Kollegen kommen dann zu den Kunden ins Haus und schauen sich die örtlichen Begebenheiten und Voraussetzungen an“, sagt Christiane Lersch, Leiterin der Mülheimer Verbraucherzentrale. „Die Kosten für den Ortstermin, der in der Regel eine bis eineinhalb Stunden dauert, betragen 60 Euro.“

Eine Anmeldung für eine persönliche Beratung vor Ort oder in der Beratungsstelle ist telefonisch unter 0208 69605301, 0211 33996555 oder auf www.verbraucherzentrale.nrw möglich.

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