Musik

Kim Merz und seine Band treten wieder auf

 Kim Merz und seine Band

 Kim Merz und seine Band

Foto: Holger Scholl

Kim Merz und seine Band lassen Lieder von einst aufleben. Dazu gibt es Storys aus seinem Leben. Revue ist im Duisburger Steinbruch zu sehen.

Was damals in den 70ern so los war und welche Musik man damals machte – Leute, die heute 50+ sind erinnern sich immer mal wieder gerne daran. Auch Kim Merz, Mitglied der Mülheimer Kult-Band FKK, hat Ende der 70er, Anfang der 80er schon Musik gemacht. Er war Sänger der Band Wallenstein, spielte unter anderem bei dem bekannten Song „Charline“ (1979) mit – und trat auch als Balladen-Sänger in Erscheinung („Der Typ neben ihr“, 1983).

Es war die Zeit als Rockpalast, Hitparade oder Disco die Musikfans vor der Mattscheibe oder dem Radio fesselten. Ein Jahrzehnt, in dem David Merz, der Sohn von Kim, noch gar nicht geboren war. Er aber überraschte seinen Vater mit der Idee, die alten Songs von Wallenstein und der Kim Merz Band wieder aufleben zu lassen. Er wollte sie mit einer von ihm zusammengestellten Band wieder auf die Bühne bringen.

Krautrock und Neue Deutsche Welle

Aus dem ersten Gedanken entstanden ist etwas mehr als nur ein Konzert – nämlich eine Revue. „Songs & Stories“ heißt sie und präsentiert nicht nur die alten Lieder von Wallenstein und der Kim Merz Band, sondern auch jede Menge Geschichte von anno dazumal. „Mythen aus der Zeit zwischen Krautrock und Neuer Deutscher Welle“, sagt Kim Merz selbst dazu.

Die Anekdoten erzählen „aus dem Leben eines Rockmusikers, der später ungewollt zum Schlagersänger mutierte“, erklärt Merz Senior schmunzelnd und verrät dabei auch: „Die Zuhörer werden erfahren, wie es dazu kam, dass ich in einer Nacht in der Studiokantine den Hit „Wahnsinn“ für Wolfgang Petry textete, während der Sänger vor dem Mikrofon dringend auf die nächsten Zeilen wartete.“

Kurzweilige Geschichten und Musik aus allen Genres

Kim Merz erzählt auch, wie Eric Burdon ihn nach einem Festival auf der Loreley in Grund und Boden trank oder warum gerade er die Stadionhymne des MSV Duisburg im Studio des Komponisten Hannes Schöner („de Höhner“) einsang, also das Lied, das seit Jahren bei jedem Heimspiel an der Wedau gesungen wird.

Zu den kurzweiligen Storys gibt es Musik aus verschiedenen Genres. Im ersten Teil des Konzertes sind englischsprachige, melodiöse Rocksongs zu hören, nach der Pause dann deutsche Titel. Die neue Band, die sich um Kim Merz schart, besteht aus David Merz (Gitarre, Keyboard,Gesang), Michael Dommers (Gitarre, Mandoline, Gesang), Arne Suter (Schlagzeug, Percussion), Ecky Zudrop (Keybord, Orgel, Gesang), Marcel Marcus (E-Bass, Kontrabass) und Inge Merz (Gesang).

Premiere im März war ausverkauft

Die Premiere der Revue im März in Duisburg war ausverkauft. Deshalb gibt es jetzt noch einen weiteren Zusatztermin. Am Samstag, 27. April, ab 20 Uhr, ist der Rückblick auf 40 Jahre Musikbusiness erneut im „Steinbruch“ in Duisburg zu sehen.

„Es wird spannend für diejenigen, die dank später Geburt diese Zeit nur aus zweiter Hand kennen. Alle älteren Semester werden sich hoffentlich nach zwei Stunden ein paar sentimentale Tränen aus den Augen wischen“, sagen Vater und Sohn Merz.

>>> Aus dem Leben von Kim Merz

Kim Merz wurde 1953 in Duisburg geboren. Er war als Sänger mit der deutschen Rockband Wallenstein und als Solokünstler unterwegs. Außerdem schrieb er deutsche Texte für viele Kollegen. Er ist Mitglied der Mülheimer Band FKK, die bereits seit 26 Jahren besteht.

In den vergangenen 25 Jahren betrieb Kim Merz eine Konzertagentur und begleitete Bühnenshows für Künstler wie etwa Jürgen von der Lippe, Helge Schneider und viele mehr.

Tickets für das Konzert im „Steinbruch“, Lotharstraße 318, gibt es für 12 Euro im Leserladen, bei allen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

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