Session

Karneval: Josephine und Dennis sind das Prinzenpaar Mülheims

Josephine Stachelhaus (Josephine I.) und Dennis Weiler (Dennis I.) sind das Mülheimer Prinzenpaar für die Session 2019/2020.

Josephine Stachelhaus (Josephine I.) und Dennis Weiler (Dennis I.) sind das Mülheimer Prinzenpaar für die Session 2019/2020.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Mülheim hat ein Prinzenpaar für die Karnevalssession: Josephine I. (26) und Dennis I. (33) starten am 11. November in die fünfte Jahreszeit.

Josephine Stachelhaus (26) und Dennis Weiler (33) werden in der Karnevalssession 2019/20 die Mölmschen durch die Fünfte Jahreszeit führen, die mit dem Rosenmontag am 24. Februar 2020 ihren Höhepunkt erleben wird. Ihr Motto: “Mülheim mit Jeck & Herz!“„Wir werden eine tolle Show auf die Bühne bringen“, versprechen die Schriftführerin des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval und der Event-Manager, der als DJ schon viele Veranstaltungen des Mülheimer Karnevals gestaltet hat.

Begleitet werden die neuen närrischen Regenten, die im champagnerfarbenen Ornat für den Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval antreten vom Dachdecker und Ex-Stadtprinzen Martin (Max) Fischer, der das Narrenvolk mit seiner Prinzessin Lisa Arnold in der Session 2014/15 regierte. Bei den 150 Sessionsauftritten ist aber nicht nur ihr Hofmarschall dabei, sondern auch ihre beiden Paginnen Janina (26) und Michele Hebisch (22). Die beiden Schwestern kommen wie die designierte Stadtprinzessin aus den Reihen der KG Knattsch Gek, die sich in diesen Tagen nach 69-jährigem Bestehen auflöst.

„Karnevalisten sind eine eingeschworene Gemeinschaft“

Im richtigen Leben geben sie als Automobilkauffrau und als Erzieherin Gas. Die drei charmanten Damen des Tollitätenteams haben als Tanzmariechen und Tanztrainerinnen reichlich Bühnenerfahrung und viele Ideen für die Choreografie der Prinzenshow, die zum ersten Mal bei der Prinzenproklamation in der Stadthalle über die Bühne gehen wird. „Als wir unser offizielles Fotoshooting im Prinzenornat hatten, kam auch bei mir das Lampenfieber auf“, räumt Josephine Stachelhaus ein.

Warum engagiert sich die Mitarbeiterin der Industrie- und Handelskammer, die zurzeit nebenberuflich Wirtschaftspsychologie studiert, seit mehr als 20 Jahren im Karneval? „Auch wenn wir mit aktuell rund 1300 aktiven Karnevalisten weniger werden, sind wir eine eingeschworene Gemeinschaft, in der sich jeder auf jeden verlassen kann“, sagt Stachelhaus. Und ihr designierter Prinz findet: „Im Karneval sind alle gleich, egal woher man kommt und wer man ist.“

Technische Kosten liegen bei 50.000 Euro

Deshalb ist die inklusive Karnevalsparty „Grenzenlos“, zu der die KG Stadtwache und der Verein für Bewegungsförderung und Gesundheitssport (VBGS) in den Festsaal der Stadthalle einladen, auch sein ganz persönliches Glanzlicht im mölmschen Karneval. Auf diese Veranstaltung, die er in dieser Session mal aus einer ganz ungewohnten Perspektive miterleben wird, freut sich Dennis Weiler mindestens genauso wie auf den Rosenmontagszug, der mit seinen 1000 aktiven Teilnehmern und 30 Wagen am 24. Februar durch die Innenstadt ziehen wird.

Natürlich ist der Spaß an der Freude auch in Mülheim weder umsonst noch kostenlos. Allein die technischen Kosten für den Rosenmontagszug beziffert der Geschäftsführer des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval, Hans Klingels auf etwa 50.000 Euro. Und in dieser Summe ist das Wurfgut noch gar nicht mit drin. Auch das Prinzenpaar bringt, ebenso wie der Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval und seine zwölf Gesellschaften nicht nur viel Spaß an der Freude, sondern auch Geld mit.

Zahl der aktiven Karnevalisten von 1700 auf 1300 verringert

Die Tatsache, dass die Zahl der aktiven Karnevalisten in den letzten Jahren schrittweise von 1700 auf 1300 abgesunken ist, führt der Präsident des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval, Markus Uferkamp, unter anderem darauf zurück, „dass viele Mülheimer den Karneval nur mit den tollen Tagen zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag verbinden, aber die vielen Karnevalsveranstaltungen, die ab dem 11. November über die Bühne gehen, kaum wahrnehmen“.

Stadtprinzessin Josephine Stachelhaus sieht das einzige Gegenmittel in einer verstärkten persönlichen Ansprache und einer Mund-zu-Mund-Propaganda, nach dem Prinzip: Jeder und Jede erzählen es weiter und bringen einen mit. Und ihre Paschin Janina Hebisch, die Jugendbeauftragte des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval ist, findet, „dass wir kürzere Veranstaltungen mit mehr Pepp brauchen, um auch die Jungen mehr anzusprechen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben