Fassadenwettbewerb

Jury prämiert wieder die schönsten Häuser in Mülheim

Die MWB-Siedlung Wiescher Weg 62-74 in Heißen belegte vor zwei Jahren den ersten Platz bei den Gebäuden ab Baujahr 1930

Foto: Walter Schernstein/Archiv

Die MWB-Siedlung Wiescher Weg 62-74 in Heißen belegte vor zwei Jahren den ersten Platz bei den Gebäuden ab Baujahr 1930 Foto: Walter Schernstein/Archiv

Mülheim.   Fassadenwettbewerb 2017 ist ausgelobt: Wieder gibt es Geldpreise für die attraktivsten Hausansichten in Mülheim. Bewerbungen bis zum Jahresende.

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Hingucker statt grauer Maus? Farbe, Stil und Gestaltung können Unscheinbares in den Blick rücken, Besonderes hervorheben: Das gilt auch, oder gerade, bei Gebäuden. Und so hoffen die Macher des Fassadenwettbewerbs 2017 wieder auf schöne Häuser, deren Besitzer sich um einen der drei Plätze bewerben, die es jeweils für ältere Gebäude vor und Häuser ab 1930 gibt.

Seit 1974 wird der Fassadenwettbewerb in Mülheim ausgelobt, in diesem Jahr bereits zum 28. Mal. Das Ziel des Wettbewerbs hat sich seit damals nicht geändert: Das allgemeine Stadtbild gilt es zu verschönern. Denn wenn der eine oder der andere Nachbar sein Haus von außen aufpeppt, ziehen die Nachbarn oft nach, hat Andreas Noje, Geschäftsführer von Haus und Grund, schon häufig beobachtet. Obwohl alles, klar, auch eine Kostenfrage ist: Mancher Eigentümer zieht eine Wärmedämmung einer schönen Fassade vor.

Einsendeschluss ist der 31. Dezember

Ursula Deckert, die sich für die Stadtverwaltung seit vielen Jahren um den Wettbewerb kümmert, kann sich noch an Zeiten erinnern, als die Jury eine Vorauswahl treffen musste: „Wir hatten 50, 60 Objekte“. Heutzutage sind es weniger, dennoch dürften auch wieder rund zwei Dutzend Bewerbungen eingehen. Übrigens bis zum Jahresende, Einsendeschluss für eine Bewerbung (formlos oder per Anmeldekarte) ist der 31. Dezember.

Bedingung: Das Gebäude, egal, ob es für eine Prämierung der Häuser bis Baujahr 1930 oder ab 1930 ins Rennen geht, muss nach dem 1. Januar 2016 gestrichen worden sein. Übrigens nicht zwingend von einem Fachbetrieb: „Auch eine Eigenleistung wird berücksichtigt und honoriert“, sagt Andreas Noje, der ebenso in der Jury sitzt wie Vertreter des Verkehrsvereins, der Maler- und Lackierer-Innung sowie der Volksbank Rhein-Ruhr. Letztere hat wieder das Preisgeld von 4000 Euro gestiftet, das sich auf 1000 Euro für die ersten, 600 Euro für die zweiten und 400 Euro für die dritten Plätze verteilt.

Die Jury macht im Frühjahr eine Tour zu den Häusern

Übrigens: Auch wenn das Baugerüst noch steht, kann man sich (bis zum 31. Dezember, Datum des Poststempels) bewerben: Die siebenköpfige Jury tagt erst im Frühjahr. Und sie wertet keine Bilder aus, sondern begibt sich an einem sonnigen Tag per Bus auf Stadtrundfahrt, um die Gebäude direkt vor Ort in Augenschein zu nehmen. 21 Bewerbungen gab es beim letzten Mal, im Jahr 2015. Nach einem Punkteschema werden die Häuser auch dieses Mal bewertet: Punkte von 1 bis 10 gibt es in den Kategorien „handwerkliche Ausführung“, „optische Gestaltung“ und auch „Straßenbild“ – also wie das frisch renovierte Gebäude im Gesamtzusammenhang wirkt.

Auch Häuserfassaden gehen mit der Mode, wie Ursula Deckert weiß: „Vor einigen Jahren hatten wir oft sehr kräftige Farben, wie Blau und Rot.“ Derzeit gehe der Trend doch eher zu gedeckten Tönen, Grau und Weiß finde häufig Verwendung. Übrigens: „Auch Besitzer von Fachwerkhäusern dürfen gern mitmachen“, betont Ursula Deckert. „Das hatten wir in der Vergangenheit schon mehrfach.“

Farbauswahl und der Gestaltung sollten passen

Einmalig war aber wohl der Fall eines Hauses, das vor etlichen Jahren mit einer in knalliger Farbe gestrichenen Fassade einen der Geldpreise gewann. Dieses Haus stand allerdings unter Denkmalschutz, und das sollten Eigentümer bei der Farbauswahl und der Gestaltung der Fassade unbedingt bedenken.

>> HIER GIBT ES TEILNAHMEKARTEN

Teilnahmekarten/Prospekte des Fassadenwettbewerbs 2017 „Make up Mülheim an der Ruhr“ sind erhältlich im Medienhaus/Touristinfo, an der Infotheke im Rathaus/Technischen Rathaus, bei Haus & Grund sowie der Volksbank (Düsseldorfer Straße 69, Saarner Straße 461).

Auch bei der Maler- und Lackierer-Innung gibt es Teilnahmekarten, dorthin gehen alle Bewerbungen: Zunftmeisterstraße 26, 45468 Mülheim.

Die Malerarbeiten müssen von einem eingetragenen Betrieb des Malerhandwerks oder durch Eigenleistung erfolgt sein.

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