Segelflug

Jahresbilanz Mülheimer Segelflieger: 30.000 km ohne Motor

Dieses Foto machten Flieger des Aero-Clubs Mülheim, als sie unterwegs waren über dem Rhein zwischen Duisburg und Moers.

Dieses Foto machten Flieger des Aero-Clubs Mülheim, als sie unterwegs waren über dem Rhein zwischen Duisburg und Moers.

Foto: Francis Tittgen / Aero Club

Mülheim.  Die Segelflieger des Aero-Clubs Mülheim haben 2019 insgesamt 30.000 Kilometer geschafft. Alles ohne Motor. Im März geht es wieder los.

Die Segelflieger des Aero-Clubs Mülheim an der Ruhr haben im Jahr 2019 eine Flugstrecke von insgesamt 30.000 Kilometern zurückgelegt. Dies entspricht der Distanz von hier bis nach Australien und wieder zurück, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. All das in den clubeigenen Segelflugzeugen, ohne Motor und Benzin.

Die Gesamtstrecke kommt zum einen durch kurze 50-Kilometer-Flüge zustande, mit denen Flugschüler ihre Lizenz erwerben. Zum anderen fließen auch Flüge erfahrener Vereinsmitglieder über viele hunderte Kilometer mit ein, die die Piloten teilweise sogar über die Landesgrenzen hinausführen.

Flüge nur begrenzt durch Tageslänge, Wetter und Fitness der Piloten

Begrenzt werden diese Touren nur durch die Tageslänge, das Wetter und die persönliche Fitness der Segelflieger, nicht durch den Spritverbrauch wie bei einem Motorflugzeug. Der weiteste Flug eines Clubmitglieds im Vorjahr ging über 1067 Kilometer in acht Stunden und 33 Minuten. „Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde“, sagte der Mülheimer Pilot Andreas Scheik (59) nach seiner Landung.

Die Segelflieger des Aero-Clubs starten nicht nur vom Flughafen Essen/Mülheim aus. Einmal im Jahr ziehen sie mit ihren Flugzeugen für drei Wochen auf den kleinen französischen Flugplatz Amboise-Dierre in der Nähe von Tours. Dort findet in den Sommerferien ein Lehrgang für Mitglieder statt.

Schon traditionell: Sommerferien-Fluglager in Frankreich

Der Standort ist kein Zufall: Durch die Städtepartnerschaft zwischen Mülheim und Tours werden seit 1963 enge Kontakte mit dem französischen Luftsportverein Les Ailes Tourangelles gepflegt. Schon seit 1983 findet der Sommerlehrgang dort regelmäßig statt und sorgt - auf Grund der guten Bedingungen - innerhalb von nur drei Wochen für die Hälfte aller Streckenflüge.

Auch weil die Mülheimer Segelflieger zu Hause - wegen der Nähe zum Düsseldorfer Airport - nicht so hoch fliegen dürfen wie in Frankreich. Acht Flugschüler des Aero-Clubs haben 2019 den für die Ausbildung vorgeschriebenen 50-Kilometer-Streckenflug in Frankreich absolviert.

Gut 300 Clubmitglieder zwischen 14 und 70 Jahren

Der Aero-Club Mülheim hat nach eigenen Angaben gut 300 Mitglieder. Die jüngsten Nachwuchsflieger sind 14, der älteste aktive Pilot um die 70 Jahre alt. Alle freuen sich schon auf die neue Segelflugsaison, die - je nach Wetter - Mitte bis Ende März beginnen kann. Für Interessierte gibt es Schnupperangebote im Segel- wie auch im Motorflug. Weitere Infos auf ac-mh.de.

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