Platzgestaltung

Innenstadt: Mehr Freiraum für Kinder und ein Oase für alle

Auf einer großen Wandtafel konnten die Bürger gestern ihre Ideen für das Dreieck zwischen Kohlenkamp und Wallstraße  eintragen, darunter Spielmöglichkeiten, Wippe und Gummimatten als Bodenbelag.

Foto: Fabian Strauch

Auf einer großen Wandtafel konnten die Bürger gestern ihre Ideen für das Dreieck zwischen Kohlenkamp und Wallstraße eintragen, darunter Spielmöglichkeiten, Wippe und Gummimatten als Bodenbelag. Foto: Fabian Strauch

Mülheim.   Bürger planen Löhberg Platz. Etliche Vorschläge für die Entwicklung wurden bereits gesammelt. Stadtentwicklungsprojekt soll 2018 umgesetzt sein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Entsteht am Löhberg Platz bald ein Ort des Spiels und der Entspannung? „Auszeit Platz“ schlägt die Mülheimerin Karin Jansen zumindest schon mal als zukünftigen Namen für das Dreieck zwischen Kohlenkamp und Wallstraße vor. Zum gestrigen Stadtfest „Mülheim mittendrin“ haben Akteure der Klima Initiative und des Dortmunder Planungsbüros Stadtkinder etliche Bürgervorschläge für die Entwicklung des Plätzchens gesammelt.

Es geht dabei vor allem um „mehr Freiraum für Kinder“ – so der Projekttitel der Stadtentwicklungsmaßnahme. Gut 90 000 Euro soll in die Umgestaltung fließen. Die Mittel stellt das Landesbauministerium zur Verfügung. Dafür lässt sich schon etwas machen, glaubt Karin Jansen. Gemeinsam mit ihrer Familie zeichnet die Seniorin eine kleine Oase zwischen die vorhandenen Bäume mit Bänken, „die haben einen Betonsockel, damit man sie nicht wegtragen kann“, mit einer Pflanzenschale oder Stauden, daneben eine Wassersäule, aus der man trinken kann.

Spielmöglichkeiten, Wippe und Gummimatten

„Wir sind Mülheimerinnen mit Leib und Seele – darum wollen wir mitreden“, fügt sie hinzu. Den Gedanken teilen offenbar viele, denn die Beteiligung ist nach Meinung der Organisatoren gut: Bäume erhalten, „mehr Grün – wir haben genug Steine in der Stadt“, Spielmöglichkeiten, Wippe, Gummimatten als Bodenbelag. Das sind nur einige Vorschläge von vielen Ideen, die Bürger auf eine Wandtafel geschrieben haben. Auch auf einem dreidimensionalen Modell-Plan und auf Malblöcken kann man seine Vorstellungen einbringen.

„Alles lässt sich nicht umsetzen, zum Beispiel ein Fußballfeld“; sagt Christina Hüls, Mitarbeiterin des Planungsbüros Stadtkinder, aber die Gedanken von Bewegung und Spiel lassen sich schon berücksichtigen. So könnte man ein großes Mensch-ärgere-dich-nicht Feld errichten oder ein Klettergerüst.

300 Bewohner der Innenstadt angeschrieben

300 Bewohner in der Innenstadt hat die Mülheimer Initiative für Klimaschutz als Mitorganisatorin angeschrieben, in der sie zur Beteiligung aufrief. „Wir haben zur Anregung Blumensamen für eine Begrünung beigefügt“, erzählt Cornelia Schwabe von der Initiative. Ihr gefallen besonders die Vorschläge einer „essbaren Stadt“ und der Gestaltung mit Düften und Klängen. „Der Löhberg Platz soll ein Spiel- und Wohlfühlort für jüngere und ältere Menschen werden.“

Und dass schon bald. Zunächst wird aus den Vorschlägen ein Konzept und ein Bauplan erstellt, Schwabe rechnet aber damit, dass der Plan bereits 2018 von der Stadt umgesetzt wird.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik