Metzgerei

In Mülheim gibt es längst Grillwürstchen per Knopfdruck

Annett Simon (links) und Saskia Mach befüllen einen Fleisch-und Wurstautomatenan der

Annett Simon (links) und Saskia Mach befüllen einen Fleisch-und Wurstautomatenan der

Foto: Herbert Höltgen

Mülheim.  Zur Grillsaison hat die Metzgerei Simon-Berns einen Fleischautomaten in Speldorf aufgestellt. In Heißen hat man schon Erfahrung mit den Geräten.

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Wider der Prognosen scheint an einem Sonntagnachmittag doch die Sonne. Nur wo soll jetzt die Grillwurst herkommen? An der Hochfelder Straße 2-8 steht nun die Rettung für alle Grillmeister, die beim letzten Einkauf nicht an unerwartete Witterung gedacht haben: Dort hat die Duisburger Metzgerei Simon-Berns ihren ersten Fleisch- und Wurstautomaten platziert. Kunden können dort rund um die Uhr Krakauer, Leberwurst oder Currywurstpfannen einkaufen.

Es ist der erste 24-Stunden-Fleischautomat in einem Mülheimer Wohngebiet, allerdings nicht der erste in der Stadt. Vor dem Laden des Bauernladens am Heißener Hof können sich Kunden seit dem frühen Sommer 2017 ebenfalls selbst bedienen. Ein lukratives Geschäft? „Wir haben den Automaten nicht für die großen Mehreinnahmen aufgestellt, es ist ein Service für die Kunden“, sagt Katharina Steineshoff vom Heißener Hof. Denn wer nur nach den Öffnungszeiten der Metzgereien einkaufen könne, sei oft auf Discounter-Angebot im Supermarkt angewiesen.

Saisonales Angebot

Neben Grillfleisch können die Kunden am Heißener Hof auch frische Eier an einem gesonderten Automaten ziehen. Diese Option gibt es in Speldorf nicht. Dafür möchte die Duisburger Metzgerei Simon-Berns das Angebot laut Junior-Chefin Annett Simon „je nach Wetterlage anpassen“ – was in Heißen bis jetzt nur geplant, aber nicht umgesetzt wurde. Heißt: Mehr Grillfleisch im Sommer, Braten im Winter. „Wir sind teilweise sogar zweimal am Tag vor Ort, um aufzufüllen. Dann erkennen wir ja direkt, was gut läuft“, sagt Simon.

Für die Junior-Chefin ist der Automat nicht nur ein zusätzlicher Service – er ist die Möglichkeit, das Geschäft zu expandieren ohne eine neue Filiale in Mülheim eröffnen zu müssen. Denn das, so Simons, würde sich als äußerst schwierig erweisen – auch wenn sich viele ihrer Kunden eine Einkaufsmöglichkeit in Mülheim wünschen würden. „Wir möchten gerne mehr Leute einstellen, aber wir finden einfach kein Personal“, berichtet Simon. „Wir suchen seit zwei Jahren Mitarbeiter für den Verkauf, aber es ist sehr schwer. Da dachte ich: Die einzige Möglichkeit in Mülheim zu verkaufen, ist so ein Automat.“

Nicht abgeguckt?

Für die obere Hochfelder Straße als Standort habe man sich dabei entschieden, „weil es eine gute Position ist, wenn man zwischen Mülheim und Duisburg unterwegs ist“, so Simon. „Speldorf ist ja nicht so weit von uns entfernt. Außerdem gibt es dort keine Nahversorgung, es ist alles ein bisschen weiter weg“ – und fast 13 Kilometer entfernt vom Konkurrenz-Automaten in Heißen. Von dem hat sich Simon laut eigener Aussage übrigens nicht inspirieren lassen. „Ich kenne den Hof gar nicht, aber wusste, dass einige Bauern bereits solche Automaten haben.“

>>>> VERSCHIEDENE ANGEBOTE

Der Heißener Hof setzt auf Grill-Klassiker: Nackensteaks, Bauch vom Schwein, Rostbratwürtschen, Krakauer, Rinderhüftsteaks oder Hähnchenfilets. Bald möchte man das Angebot auch dort saisonal anpassen.

In Speldorf sollen auch ausgefallenere Fleischwaren im Automatensortiment landen, beispielsweise Rumpsteaks für einen stolzen Preis. Alles wird eingeschweißt bei vier Grad kühl gehalten.

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