Gewerkschaft

IG Bau will Rückkehr zur paritätischen Krankenversicherung

Mehr bezahlbare Wohnungen fordert die Gewerkschaft.

Foto: Rolf Vennenbernd

Mehr bezahlbare Wohnungen fordert die Gewerkschaft. Foto: Rolf Vennenbernd

Mülheim.   Beim Verbandstag der IG Bau forderten die Gewerkschafter die Rückkehr zur paritätischen Krankenversicherung und mehr sozialen Wohnungsbau.

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Auf dem Bezirksverbandstag der Industriegewerkschaft Bau Mülheim-Essen-Oberhausen im Caruso in der Stadthalle ist Peter Köster am Samstag einstimmig bei einer Enthaltung als alter und neuer Vorsitzender im Amt bestätigt worden. Er plädierte dafür, dass der Soziale Wohnungsbau weiterhin im Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Aktivitäten stehen müsse. „Wir brauchen mehr Wohnraum, der bezahlbar ist.“

Inhaltlich ging es unter anderem auch um das Verbandsklagerecht für Gewerkschaften. Betriebliche wie tarifliche Rechte könnten heute nur über das Einzelklagerecht eines Mitglieds erstritten werden. „Genau dies ist aber für viele mit einer hohen Hemmschwelle und hohen Kosten und Risiken verbunden“, so Köster. Etwa bei der Forderung nach Überstunden- oder Nachtzuschlägen würde eine Sammelklage Sinn machen.

Entlastung der Arbeitnehmer

Zudem stimmten die Mitglieder der IG-Bau über eine mögliche Entlastung der Arbeitnehmer beim Krankenkassenbeitrag ab. Geht es nach dem Willen der Gewerkschafter soll wieder eine paritätische Beitragsfinanzierung – zu jeweils gleichen Teilen vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber – eingeführt werden.

Hintergrund: Der Krankenkassenbeitrag wurde aufgrund der steigenden Gesundheitskosten angehoben, die Arbeitgeber wurden an den höheren Kosten nicht beteiligt. Daher mehren sich die Rufe nach der Rückkehr zur Parität bei der Gesetzlichen Krankenversicherung. Gewerkschafter betonen den Solidargedanken. Die Vertreter der IG Bau erhoffen sich auch eine bessere Gesundheitsprävention der Firmen zur Vorbeugung von Erkrankungen.

Breites Bündnis gegen Rechts

Am 6. Mai nimmt die IG Bau an der Demonstration „Gemeinsam gegen Rechts – Gemeinsam für eine soziale Gerechtigkeit“ in Bochum teil. Zu der Kundgebung ruft ein breites Bündnis von aktiven Gewerkschaftern auf. „Wir müssen klare Kante zeigen: Aktiv gegen Rechts und Rassismus, Aktiv für Demokratie, ein soziales Deutschland und Europa“, so Peter Köster.

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