Landschaftsschutzgebiet

Hundespaßzentrum an der Hansbergstraße muss schließen

Christian Dlugas vom Hundespaßzentrum

Christian Dlugas vom Hundespaßzentrum

Foto: Privat

Mülheim.   Das Gelände in Winkhausen gehört zum Landschaftsschutzgebiet und darf nicht gewerbemäßig genutzt werden.

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Erst am Dienstag hatten Unbekannte alte Reifen vor dem Hundespaßzentrum abgeladen, nun folgt für die Betreiber das zweite Problem: Sie müssen den Hundespielplatz an der Hansbergstraße schließen. Das Gelände gehört zu einem Landschaftsschutzgebiet und darf deswegen nicht in dieser Form gewerbemäßig genutzt werden. Das hat nun das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden.

Seit drei Jahren hatte der Verein „Hundefreunde an Rhein und Ruhr“ dort Haltern auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Fläche die Möglichkeit geboten, ihre Hunde frei laufen zu lassen: Stundenweise und gegen Bezahlung. Allerdings ging der Erlös nicht in die private Tasche, sondern wurde an Tierschutzvereine in der Region gespendet. Rund 100 Kunden hätten das Angebot regelmäßig genutzt, so Christian Dlugas vom Verein. „Es ist ganz klar: Es gibt einen Bedarf für so eine Freifläche.“

Wirtschaftsförderung soll bei Suche helfen

Die Stadt habe nun angeboten, über die Wirtschaftsförderung bei der Suche nach einem geeigneten neuen Gelände zu helfen. Allerdings liege das dann eben in einem Gewerbegebiet. Rund 20 000 Euro habe man in den letzten Jahren investiert. „Gelände im Landschaftsschutzgebiet dürfen zur Erholung genutzt werden. Wir dachten, dass wir auch dazu gezählt werden können.“ Nun gilt eine achtwöchige Übergangsfrist, in der die Fläche wie bisher genutzt werden darf. Fünf Monate haben die Betreiber Zeit, sie dann wieder in den usrprünglichen Zustand zu versetzen und zum Beispiel den Zaun abzubauen. Das Gelände, das zuvor brach gelegen hatte, haben sie nur gepachtet.

Eine für den Verein positivere Lösung zeichnet sich im Hinblick auf die Entsorgung der alten Reifen ab. Da diese von den unbekannten Tätern direkt vor der Einfahrt des Zentrums abgeladen worden waren, also auf Privatgelände, hätte der Verein auch für die Entfernung der wilden Müllkippe aufkommen müssen. „Es hat sich bei uns ein Transportunternehmen gemeldet, das dies kostenlos übernehmen will“, berichtet Christian Dlugas. Dies sei zumindest eine gute Nachricht.

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