Medizin

„Hightech“-MRT-Gerät für Evangelisches Krankenhaus Mülheim

Dr. Claus Nolte-Ernsting (l.) und Christian Hülsken vor dem MRT-Anhänger. Das mobile Gerät

Dr. Claus Nolte-Ernsting (l.) und Christian Hülsken vor dem MRT-Anhänger. Das mobile Gerät

Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim.   Mit einem neuen MRT-Gerät möchten Mülheimer Ärzte noch genauere Diagnosen stellen. Auch die Behandlungszeit verkürzt sich.

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Dr. Claus Nolte-Ernstings Augen leuchten, wenn er von der neuesten Errungenschaft des Evangelischen Krankenhauses erzählt: Magnetom Avanto heißt das neue MRT-Gerät – als „hightech“ beschreibt es Nolte-Ernsting. Er ist Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, stellt krankhafte Prozesse im Körper bildlich dar. Und das, ohne ihn „aufschneiden“ zu müssen. Gegenüber anderen Verfahren habe sie viele Vorteile, erklärt der Chefarzt, zum Beispiel komme sie ohne Röntgenstrahlen aus. „Und der Bedarf hat in den letzten Jahren stark zugenommen“, so Nolte-Ernsting. Mithilfe des neuen Gerätes sollen zum einen noch mehr Untersuchungen ermöglicht werden, wie die zur Erkennung von Prostatakrebs. Im Vergleich zum alten MRT könnten die Ärzte nun auch die Durchblutung des Gehirns noch besser untersuchen und so den Schweregrad eines Schlaganfalls einschätzen.

Der ganze Körper kann auf einmal untersucht werden

Zum anderen wolle das Krankenhaus den Körperscan für seine Patienten so angenehm wie möglich gestalten. „Mit dem neuen Gerät erhöht sich die Behandlungsgeschwindigkeit“, sagt Nolte-Ernsting. Außerdem könne damit der ganze Körper auf einmal untersucht werden, anstatt nur Teile. Diese Durchleuchtung, „von der Locke bis zur Socke“, wie der Chefarzt es nennt, könne beispielsweise dafür genutzt werden, Metastasen im Skelettsystem aufzuspüren. Gleichzeitig ermögliche die hohe Bildqualität eine genauere Diagnose, erklärt Christian Hülsken vom Zentraleinkauf.

Die Installation des neuen Kernspintomographen ist mit einem aufwendigen Umbau verbunden. Am 15 Juni soll der Magnetom Avanto in Betrieb genommen werden. In der Zwischenzeit weichen Ärzte und Patienten auf ein mobiles Gerät aus. Dieses steht im Wirtschaftshof des Krankenhauses. 30 Schilder weisen den Weg und wer ihn trotzdem nicht findet, der wird auch begleitet zu dem unscheinbaren und doch kaum zu übersehenden Lkw-Anhänger, verspricht Hülsken.

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