Local Heroes

Hausgemachte Musik beim Local-Heroes-Festival in Mülheim

Foto: Herbert Höltgen

Mülheim.   Beim „Local Heroes“-Festival vom Team der Regler Produktion auf der Freilichtbühne herrschte entspannte Stimmung. Premiere für die neue Anlage.

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Schon aus der Ferne klingt die Musik – klare und rockige Töne sind in der Dimbeck zu hören. Doch dieses Jahr ist etwas anders bei dem beliebten Mülheimer Mini-Festival „Local Heroes“ auf der Freilichtbühne in der Dimbeck. „Wir haben eine nagelneue Anlage und heute ist Premiere“, berichtet Peter-Michael Schüttler voller Stolz.

Der 25 Jahre alte Vorgänger sei kürzlich einfach abgerauscht, ergänzt das Gründungsmitglied der Regler Produktion. Er ist mitverantwortlich, dass alles reibungslos über die Bühne geht. Der Sound klingt perfekt. Schüttler ist zufrieden. Auf der Bühne stimmt die erste Band Spirit Steps mit deutschrockigen Tönen auf einen gemütlichen Samstagabend ein. „Ich will raus aus dem Mief, bevor ich mich dran gewöhne und spüren, wonach ich mich sehne“ – die Mülheimer Combo wartet mit deutschen Texten auf und geht aus musikalisch interessierten Bewohnern des Fliedner-Dorfes, einer Wohneinrichtung für behinderte Menschen, hervor. Das ist lange her.

Gutes Beispiel für gelebte Integration

Diese Band sei seit 1996 ein gutes Beispiel für gelebte Integration, ohne dass dies gewollt und nicht gekonnt wirke. Die Truppe habe sich inzwischen in der Mülheimer Musik-Szene etabliert, sagt Peter-Michael Schüttler und überzeuge durch ihren eigenen Stil.

Nach solchen Kriterien etwa suchen die Regler ihre Bands für „Local Heroes“ aus. Mit dem Festival solle nach wie vor die Nachhaltigkeit über das Jahr der Kulturhauptstadt 2010 hinaus gezeigt werden, so Peter-Michael Schüttler. Über geeigneten Musiknachwuchs und gute etablierte Bands müsse man sich in Mülheim zum Glück keine Sorgen machen.

Es herrschte gemütliche Wohnzimmeratmosphäre

Das bewiesen auch die anderen beiden Bands. Vielen ein Begriff ist auch die Gruppe Jazzlight, welche letztes Jahr ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum feierte. Die entspannten Jazzklänge passten zur allgemeinen Stimmung am Samstagabend. Es herrschte gemütliche Wohnzimmeratmosphäre und viele Alteingesessene säumten die Bierbänke an der Open-Air-Bühne. Sie kamen auch gerade deshalb, weil es in Mülheim kein eigenes Jazzfestival im Schloß mehr gibt. „Wir bedauern dies zutiefst, freuen uns aber über die super Zusammenarbeit mit dem Jazzclub, auch das läuft alles ehrenamtlich“, sagte Schüttler.

Im Laufe des Abends trudelten immer mehr Musikfans an der Dimbeck ein. Die dritte und letzte Mülheimer Band Freeway Cash brachte den Abend mit origineller Country- und Rockabillymusik um 22 Uhr zu Ende und auch sie ernteten den verdienten Applaus.

>> WEITERHIN MUSIK UNTER FREIEM HIMMEL

Als nächstes ist am kommenden Mittwoch, 24. Mai, das Adriano BaTolba Orchestra auf der Freilichtbühne zu hören. Im Rahmen der Mittwochsreihe spielt die Combo ab 20 Uhr Musik im Rockabilly-Format. Wie immer gilt: Eintritt frei, der Hut geht rum.

Beim „Kurkonzert in Bad Mülheim“ spielt die Band Greencorners Hits aus den 60er und 70er Jahren (Sonntag, 28. Mai). Und wie es sich für ein Kurkonzert gehört, spielt die Musik bereits ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen. Eintritt frei, der Hut kreist.

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