OB-Wahl 2020

Grünen-Vorstand: „Mülheim ist keine rote Hochburg mehr“

Fabian Jaskolla (Vorstandssprecher) sieht das klare Signal der Wähler: „Mülheim ist keine rote Hochburg mehr.“

Fabian Jaskolla (Vorstandssprecher) sieht das klare Signal der Wähler: „Mülheim ist keine rote Hochburg mehr.“

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Auch wenn die Mülheimer Grünen die Wahl von Marc Buchholz begrüßen, wollen sie mit weiteren Parteien reden, um Mehrheiten im Rat zu organisieren.

Am Wahlabend sind die Grünen als Gäste im Treffpunkt der CDU willkommen. Bereits in den vergangenen Wochen war zu erkennen, dass beide Parteien sich angenähert hatten, um den politischen Wechsel in der Stadt voranzutreiben. Als Marc Buchholz in seiner Dankesrede offen die Koalition mit den Grünen anspricht, reagieren sie etwas verhalten. „Wir sprechen auch mit der SPD über Möglichkeiten der Zusammenarbeit“, sagt Tim Giesbert, Vorsitzender der starken Grünen-Fraktion im Rat. „Wir haben vor 18 Monaten Marc Buchholz mitgewählt, weil wir in Mülheim etwas bewegen und verändern wollen.“

Grüne wollen auch mit der SPD verhandeln

„Wir sind zweistärkste Kraft in der Stadt und brauchen nicht mehr um unsere Ziele zu betteln. Wir sind jetzt auf Augenhöhe, weil es drei annähernd gleichstarke Fraktionen im Rat gibt“, fügt Kathrin-Rosa Rose, grüne Vorstandssprecherin hinzu. „Es gab vor zwei Wochen und nun wieder ein klares Signal der Wähler: Mülheim ist keine rote Hochburg mehr“, stellt Grünenvorstand Fabian Jaskolla heraus. „Wir haben den Bürgern gesagt, was geht, aber keine Utopien verbreitet.“ Die Grünen wünschen sich bei nur einer Stimme Mehrheit im neuen Rat weitere Partner (auch die SPD), „um Stabilität in die Arbeit für die Stadt zu bringen“.

Der politische Wechsel wurde am 13. September sichtbar. Die Grünen wollen in den nächsten fünf Jahren mitgestalten und mitwirken. Welche ihrer Ziele sie mit der CDU verwirklichen können und wo sie sich verbiegen müssen, wird sich zeigen.

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