Bildung

Gesamtschule in Saarn wird für 36 Millionen modernisiert

Sanierungsbeginn an der Gesamtschule Saarn. V. l.: Schülersprecher Hubertus und Pia, Schulleiterin Dr. Claudia Büllesbach,  Stellvertreter Michael Röver, Kämmerer Frank Mendack, Bezirksbürgermeister (stellv.) Dieter Zeitnitz

Sanierungsbeginn an der Gesamtschule Saarn. V. l.: Schülersprecher Hubertus und Pia, Schulleiterin Dr. Claudia Büllesbach, Stellvertreter Michael Röver, Kämmerer Frank Mendack, Bezirksbürgermeister (stellv.) Dieter Zeitnitz

Foto: W. Schernstein

Mülheim.   Freundlicher, moderner: Gesamtschule wird im laufenden Betrieb bis 2023 saniert. Schüler hoffen auf besseres Lernklima und Ansehen ihrer Schule

36 Millionen Euro will Kämmerer Frank Mendack in den kommenden fünf Jahren in die Hand nehmen, um die Gesamtschule Saarn zu einem modernen Ort des Lernens aufzurüsten. Die massive Sanierung des Haupt- und der Nebengebäude sowie des Berufskollegs lässt kaum einen Stein auf dem anderen: Fassade, Inneneinrichtung und Technik werden rundum erneuert, ein Neubau ersetzt ein Nebengebäude.

Die Schüler wünschen sich neben mehr Schulbänken und Sportgeräten vor allem eines: „Helle, freundliche Gebäude, die dem guten Unterricht gerecht werden“, so Schulsprecherin Pia Sebastian, und die damit auch den Ruf der Gesamtschule aufpolieren.

Brand hat Stadt bei Sanierung zurückgeworfen

Nicht nur der Brand vor einem Jahr hat dem Ansehen der Schule geschadet. Schon davor galt sie als dunkel, marode mit dem Charme von Waschbeton und Plattenbauten. „Der Brand hat uns bei der Sanierung der Schule zurückgeworfen“, sagt Stadtsprecher Volker Wiebels, die bereits geplante Modernisierung musste nach dem Großeinsatz der Feuerwehr und Verlust einer ganzen Etage im Hauptgebäude überplant werden.

Seit Anfang September haben die Arbeiten am 8100 Quadratmeter großen Hauptgebäude mit der Schadstoffsanierung begonnen, im März 2019 beginnt die eigentliche Sanierung der Fassade, Fenster, Böden. Auch der Brandschutz wird modernisiert. Ende Januar 2020 soll’s beendet sein, so dass die derzeit in Pavillons untergebrachten Schüler nach den Osterferien 2020 ins Hauptgebäude zurückkehren können. Rund neun Millionen Euro wird das Vorhaben kosten. Die Sanierung werde mit Landesmitteln unterstützt, die Förderung aber von den gestiegenen Baukosten aufgefressen, so der Kämmerer.

Skater-Park wird wieder aufgebaut

12,5 Millionen Euro legt die Stadt für einen dreigeschossigen Ersatzneubau hin, der ab 2022 das bisherige Nebengebäude von 1968 ersetzen wird. Dabei fällt zunächst der Skater-Park weg, der noch an dieser Stelle steht. Er soll jedoch versetzt neben dem Gebäude wieder aufgebaut werden.

Schulleiterin Claudia Büllesbach freut sich auf die hier entstehende neue Aula für gut 480 Menschen, die dem musischen Schulschwerpunkt und der etablierten Musical-Reihe gerecht werden soll.

Nebengebäude wird abgerissen

Das bisherige Nebengebäude fällt dann der Abrissbirne zum Opfer. Mit rund 9,5 Mio. Euro werden 11.300 qm des Berufskolleg (Jahrgang 1979) saniert. Ab Januar 2021 geht’s los, der Umzug soll in den Sommerferien 2022 erfolgen. Auch hier reichen die Maßnahmen vom Brandschutz bis zur Innenausstattung. Die Sporthalle (1982) und die Mensa (1987) sind in vier Jahren, 2022 bis 2023 dran. Kostenpunkt: 3 bzw. 1 Millionen Euro.

Auf die Gesamtschule kommt bis dahin eine unruhige Zeit zu, viel Lob vom Kämmerer erntet sie für ihre Geduld, denn das alles muss im laufenden Betrieb geschehen. „Wir wissen ja, wofür es gut ist“, hofft Schüler Diego Marques (13, 7D) auf einen besseren Lernort. Er dürfte ihn noch miterleben.

>>> UNTERRICHT IN DEN PAVILLONS

Zufrieden sind Claudia Büllesbach und Stellvertreter Michael Rölver mit den für den Übergang errichteten Pavillons.

Sie sind mit Beamer und angeschlossenem Wlan ausgestattet. Ein Chill-Out-Raum soll die fehlende Überdachung des Schulhofs überbrücken.

„Auch die Schüler genießen und wertschätzen die Pavillons“, sagt Rölver. Bislang habe es keine Schmierereien und Vandalismus gegeben.

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