US Cars

Freunde amerikanischer Autos zeigen ihre einzigartigen Wagen

Beim Treffen der „US Car Friends Mülheim“ geht es zu wie bei einem großen Familientreffen.

Beim Treffen der „US Car Friends Mülheim“ geht es zu wie bei einem großen Familientreffen.

Foto: Frank Oppitz

Mülheim.   Die „US Car Friends Mülheim“ teilen die Liebe zu amerikanischen Autos. Ihre Treffen sind wie ihre Fahrzeuge einzigartig für Mülheim und Umgebung.

Rund zehn auffällig herausgeputzte amerikanische Wagen glänzen in Frühlingssonne auf einem großen Parkplatz in Dümpten um die Wette. Sie gehören den „US Car Friends Mülheim“. Seit rund zwei Jahren treffen sie sich, um ihre Lieblinge auf vier Rädern zu präsentieren und sich auszutauschen. Dazu gibt es kühle Getränke und viele haben ihre Camping-Stühle dabei. „Es gab zwar schon viele solcher Treffpunkte, aber keinen hier in der Nähe“, erklärt Initiator Thorsten Fells. Deshalb kommen die Autofans nicht nur aus Mülheim, sondern auch aus den umliegenden Städten wie Oberhausen, Essen oder Duisburg.

Die Szenerie wirkt wie ein großes Familientreffen. „Es ist auch sehr familiär bei uns“, bestätigt Fells. Viele haben ihren Nachwuchs gleich mitgebracht. So auch Familie Schauenburg, sie ist mit ihrem Pontiac Sunfire gekommen. Das Modell ist einmalig in Deutschland. Sylvia, Jens und Sohn

Kevin sind nicht nur Autoliebhaber, sie teilen noch eine weitere Leidenschaft – und zwar für Spinnen. Die Drei halten sich fünf große Vogelspinnen Zuhause. Aber auch in ihrem Gefährt spiegelt sich die Begeisterung für das Krabbelgetier wider: Auf der Motorhaube prangt ein besonders schönes Exemplar. Der Wagen ist komplett mit Graffiti angesprüht, rund zwei Tage hat die Verwandlung gedauert. „Vorher war das Auto mal blau“, erklärt Sylvia Schauenburg. Aber das war den Dreien zu langweilig. „Ich will nicht das fahren, was alle haben“, sagt Familienvater Jens.

US Cars sind mit viel Liebe zum Detail aufgearbeitet

Wie der Pontiac sind auch alle anderen Autos mit viel Liebe zum Detail und aufwendig aufgearbeitet, das fängt im Innenraum an und hört unter der Motorhabe auf. Heute sind besonders viele Chrysler-Modelle zu sehen, darunter auch der Bus von Marcel und Isabel. Gemeinsam haben sie das Gefährt über zwei Jahre aufgearbeitet. Besonders stolz sind sie auf die auffällige Lackierung, die in sieben Farben schimmert. „Als wir den Wagen gekauft haben, war er nahezu Schrott“, erklärt Isabel. Die Restaurierung hat sich mittlerweile zum gemeinsamen Hobby entwickelt. Das Essener Pärchen kommt eigentlich aus der Tuning-Szene. Bei den „US Cars Friends“ ist es aber etwas gesetzter, sagen sie.

Aber auch Technik-Freaks kommen heute auf ihre Kosten: Hans-Peter hat an seinem 2010 erstandenen Chrysler ein „Airride“-Fahrwerk nachgerüstet. Das sieht nicht nur gut aus, sondern verhindert auch, dass das tiefergelegte Fahrzeug auf dem Boden aufsetzt.

Die Treffen der US Car Friends sind für jeden offen

Die bunt gemischte Truppe trifft sich jeden dritten Samstag im Monat, in der Regel auf einem Parkplatz an der Aktienstraße. Die Treffen sind für jedermann offen, Verpflichtungen gibt es dabei nicht. „Alle, die einen Amerikaner fahren oder einfach nur schöne Autos sehen wollen, sind herzlich eingeladen“, sagt Thorsten Fells.

Neuerdings gibt es auch selbstdesignte T-Shirts und Aufkleber, das Motiv ist angelehnt an den Film „The Punisher“. Das sieht zwar auf den ersten Blick gefährlich aus, ist es aber mitnichten. Denn von den sogenannten Posern will sich der Verein bewusst absetzen. Stattdessen wollen sie gemeinsam lieber Gutes tun: Statt Vereinsbeiträge sammeln sie Spenden für den Verein „Rolli Rockers“. Künftig wollen sie weiter wachsen, hierzu wollen die „US Car Friends“ mit dem ebenfalls in Mülheim ansässigen „V8 Devils Ruhrpott“ zusammenarbeiten.

Der Club ist eigentlich an einer Ampel entstanden

„Eigentlich ist dieser Club an der Ampel entstanden“, erklärt Thorsten Fells lachend. Dort traf er auf einen gleichgesinnten Chevrolet-Camaro-Fahrer und man kam ins Gespräch. Ihm gefällt vor allem auch, dass es unter den US-Car-Fans keine Neider gibt. „Es ist egal, ob man einen Brandneuen oder Oldtimer fährt“, sagt er. Ihm geht es vor allem auch um das gemeinsame Erlebnis, wie zum Beispiel bei den regelmäßigen Ausfahrten. „Dann fahren wir Kolonne über Landstraße oder auch Autobahn“, erklärt Thorsten.

Der Hype um die amerikanischen Autos hat seiner Meinung nach in den letzten Jahren zugenommen, dies zum Beispiel auch durch Filme wie Transformers. Auch Werkstätten hätte sich zunehmend auf diese amerikanische Automodelle spezialisiert.

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