RADWEG

Freie Bahn für Radler und Fußgänger auf dem Kassenberg

Der Radweg am Kassenberg ist nun auffällig rot gepflastert, damit er besser von Autofahrern gesehen wird

Der Radweg am Kassenberg ist nun auffällig rot gepflastert, damit er besser von Autofahrern gesehen wird

Broich/Saarn.   Strecke zwischen Saarn, Broich und Innenstadt ist nach fünf Jahren wieder durchgängig befahrbar. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 30.000 Euro.

Endlich wieder freie Bahn haben Radler und Fußgänger auf dem Kassenberg zwischen Saarn, Broich und Innenstadt. Nachdem der Radweg durch den Abriss und anschließenden Neubau des Unternehmens Ten Brinke rund fünf Jahre unterbrochen war, geht es auf Höhe der Kassenbergbrücke nun durchgängig und vor allem mit mehr Sicherheit sowie Platz voran.

Das dürfte auch manchen Autofahrer freuen, denn lange Zeit mussten Fußgänger und Radler an dieser Stelle zwei Mal umständlich die Gehwegseite wechseln, um die Baustelle umgehen zu können. Das wurde durch zwei Ampeln im Abstand von etwa 50 Metern geregelt. Immer wieder hat das zu teils wütenden Konflikten zwischen verärgerten, weil ausgebremsten Bolidenkutschern und Fußgängern geführt. Mancher berichtete von aufheulenden Motoren, sobald sich jemand der Ampel näherte, um schnell noch durch zu kommen. Hin und wieder fuhren ungeduldige Autofahrer auch einfach über Rot.

Von den Bodenbelastungen überrascht

Eigentlich – so hieß es in der Anfangsphase des Bauvorhabens 2015 – wollte man Ende 2016 die ersten Mieter einziehen lassen. Der Grund für die deutlich längere Bauzeit? Ein Käufer einer Wohnung berichtet, dass das Unternehmen von den Bodenbelastungen – auf dem Gelände stand zuvor eine Lederfabrik – überrascht wurde. Das habe für zusätzlichen Aufwand gesorgt und das Verfahren in die Länge gezogen. Auch sollen die Wohnungen anfangs zu groß konzipiert worden sein, auch hier musste das Bauvorhaben wohl überplant werden.

Für den Fahrradbeauftragten Helmut Voss war die Wartezeit auf den wieder durchgängigen Rad- und Fußweg zu lang: „Es ist gut, dass die Strecke wieder offen ist.“ Vor allem aber sei mit dem Neubau auch die Chance genutzt worden, eine frühere Engstelle zu beseitigen, die durch das vorstehende Altgebäude der Lederfabrik entstanden war. Noch vor dem Neubau hatte die Stadt die notwendigen Quadratmeter erworben, um den Radweg von der Brücke Richtung Süden mit roten Steinen pflastern zu können.

30.000 Euro für rote Strecke

Gut 30.000 Euro hat die Stadt als Eigenanteil kalkuliert. Dafür haben die Radfahrer und Fußgänger nun einen breiteren Streifen zur Verfügung. Außerdem ist die Sicherheit auf der Radstrecke, die auch Autos auf dem Weg in die Tiefgarage kreuzen, erhöht worden, betont der städtische Fahrradbeauftragte Voss. Der Weg sei nun auffällig rot gepflastert, damit er besser von Autofahrern gesehen wird.

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