Frauenwahlrecht

Freche Lyrik zu 100 Jahren Frauenwahlrecht im Stadtarchiv

Ella Anschein tritt im Mülheimer Stadtarchiv auf.

Ella Anschein tritt im Mülheimer Stadtarchiv auf.

Foto: T. Lindekamp

Mülheim.   Die Gleichstellungsstelle und das Stadtarchiv laden zu einer Veranstaltung mit historischem Vortrag und Poetry-Slammerin Ella Anschein ein.

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Vor 100 Jahren wählten die Frauen in Deutschland zum ersten Mal und konnten sich auch selbst für Parlamente aufstellen lassen: Am 19. Januar 1919 gingen bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung erstmalig auch die Frauen an die Urnen. Daran erinnert eine Veranstaltung von Stadtarchiv und Gleichstellungsstelle am Montag, 21. Januar, im Haus der Stadtgeschichte (Von-Graefe-Straße 37). Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei, Einlass ist ab 17.30 Uhr.

In der rund zweistündigen Veranstaltung sorgt die bekannte Poetry-Slammerin Ella Anschein für den richtigen Biss mit einem frechen Blick auf das Thema. „Das knallt richtig, wie die das macht“, freut sich Mülheims Gleichstellungsbeauftragte Antje Buck, die Initiatorin der Veranstaltung, auf den Auftritt.

Vortrag von Historiker Susanne Abeck

Stichtag für 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland war zwar schon im November, denn da wurde die große Wahlrechtsreform, die auch das aktive und passive Frauenwahlrecht enthielt, proklamiert und später in der Weimarer Verfassung verankert. Darüber wird die Historikerin Susanne Abeck vor dem Auftritt Ella Anscheins informieren und an den historischen Kampf um die Gleichberechtigung erinnern.

Gleichberechtigung nicht allein für die Frauen: „Es ging ja nicht nur um die Frauen. Denn auch nicht alle Männer hatten zu diesem Zeitpunkt das volle Wahlrecht“, erinnert Antje Buck an das Dreiklassenwahlrecht. Susanne Abeck wird in ihrem Vortrag auch auf die spezielle Situation der Frauen in Mülheim vor 100 Jahren mit Daten und Fakten eingehen.

Interessierte sollen sich zuvor anmelden

Die Gleichstellungsstelle bittet darum, dass sich alle Interessierten zuvor anmelden. „Damit wir planen können und uns auf die Menge der Besucherinnen und Besucher einstellen können“, sagt Antje Buck. Die Zahl der Plätze sei begrenzt.

Nach dem Programm sei noch Gelegenheit zum Austausch, denn auch heute gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten, was die Gleichstellung angeht. „Wir wünschen uns“, so Antje Buck, „deutlich mehr Frauen in der Politik.“

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