Corona

Flughafen Mülheim: Hubschrauber bringt Corona-Patienten

Ein französischer Militärhubschrauber hat am Samstag und Sonntag jeweils zwei Corona-Infizierte zum Flughafen Essen/Mülheim gebracht, von dort kamen sie sofort in die Uni-Klinik in Essen.

Ein französischer Militärhubschrauber hat am Samstag und Sonntag jeweils zwei Corona-Infizierte zum Flughafen Essen/Mülheim gebracht, von dort kamen sie sofort in die Uni-Klinik in Essen.

Foto: A.Bowinkelmann / LAndNRW

Vier schwerkranke Menschen wurden per Hubschrauber zum Flughafen Essen/Mülheim gebracht. Sie kamen in die Uni-Klinik in Essen.

Zwei schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich sind am Samstag mit einem französischen Militärhubschrauber von Metz (Frankreich) zum Flughafen Essen/Mülheim gebracht worden. Am Sonntag kamen erneut zwei erkrankte Franzosen an. Sie alle wurden in die Universitätsklinik nach Essen gebracht, wo sie behandelt werden sollen.

Intensivmedizinische Versorgung notwendig

Französische Ärzte hatten den eineinhalb Stunden langen Flug begleitet, sie übergaben ihre Patienten an deutsches medizinisches Personal. Ohne die Hilfe würden die Kranken vermutlich sterben, postet Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen bei facebook.

In Frankreich wie auch Italien gibt es aktuell nicht genügend Intensiv-Betten und Beatmungsgeräte, um alle schwerkranken Corona-Patienten zu behandeln. Essen beteiligt sich an einer landesweiten Rettungsaktion. Im Essener Uniklinikum sind momentan noch reichlich Kapazitäten vorhanden. Insgesamt nimmt NRW 14 Patienten aus Frankreich und Italien auf.

Landesweite Rettungsaktion

Mehrere Kliniken in Nordrhein-Westfalen hatten angekündigt, in den kommenden Tagen insgesamt zehn Corona-Patienten aus Italien und vier Patienten aus Frankreich aufzunehmen. Darunter sind die Unikliniken Köln, Bonn und Essen sowie das Katholische Klinikum In Bochum. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dankte den Beteiligten: „Danke an unsere Kliniken in Essen, Bochum, Köln und Bonn, an alle Ärzte, Pfleger und Piloten für europäische Solidarität in schwieriger Zeit.“

Auch andere Bundesländer nehmen Intensivpatienten aus den beiden von der Coronavirus-Krise stark betroffenen Ländern zur Behandlung auf.

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