Menschen mit Behinderung

Fliedner Füchse erstmalig Meister der Fuba-Net-Liga

Die Sieger der Saison 2017 mit dem Pokal. Die Fliedner Füchse holten 54 Punkte bei einer Tordifferenz von 37:11.    

Foto: Theodor Fliedner Stiftung

Die Sieger der Saison 2017 mit dem Pokal. Die Fliedner Füchse holten 54 Punkte bei einer Tordifferenz von 37:11.     Foto: Theodor Fliedner Stiftung

Mülheim.  Das Saisonfinale der Fuba-Net-Liga fand in der Sporthalle an der Holzstraße statt. Und erstmals kam der Meister aus Mülheim.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der letzte Spieltag der Fuba-Net-Liga in der Sporthalle an der Holzstraße ist gespielt. Fuba steht in dem Fall für „Fußball unter besonderen Aspekten“. Das heißt, in der Liga spielen ausschließlich Menschen mit Behinderungen gegeneinander. Erstmalig in der zehnjährigen Geschichte des Cups ging der Gesamtsieg nach Mülheim. Die Fliedner Füchse belegten nach fünf Spieltagen Rang eins mit insgesamt 54 Punkten. Damit hatten sie am Ende sechs Punkte mehr als der Tabellenzweite, die „Ingos“ aus Köln.

An der nun abgelaufenen Saison 2017 haben insgesamt sechs Mannschaften teilgenommen. Die Spieltage finden jeweils in Turnierform statt. Die Ausrichtungsorte wechseln sich ab. Die Teams treten sowohl draußen auf dem Platz als auch in Turn- oder Soccerhallen gegeneinander an. „Wir spielen nach den ganz normalen DFB-Regeln“, erklärt Organisator Dennis Loss von den Fliedner Werkstätten. Lediglich die Tore seien kleiner und es werde nur das halbe Fußballfeld genutzt. Dieses Konzept eines Ligabetriebs sei zumindest in Nordrhein-Westfalen einmalig, so der Veranstalter.

Fliedner Füchse zählen zu den Liga-Gründern

Die Füchse aus Mülheim gehören mit den Frintroper Kickers und der Lebenshilfe Solingen zu den Gründungsmitgliedern der Fuba-Net-Liga. „Die ganze Veranstaltung hat schon irgendwo familiären Charakter“, so Loss weiter. Zwar kämen auch immer mal wieder neue Mannschaften hinzu, ganz so einfach sei dies aber nicht. „Das muss einfach zu uns passen, beispielsweise, was die Spielstärke angeht“, meint Loss.

„Wir hatten schon Fälle, wo die Betreuer zu ehrgeizig waren. Das passt dann einfach nicht zu unseren Vorstellungen.“ Zwar komme natürlich auch der Wettbewerbsgedanke nicht zu kurz, dennoch soll vor allem die Fairness im Vordergrund stehen. So gibt es beim Saisonabschluss in Mülheim auch nicht nur Pokale und Präsente für den Erstplatzierten. Keiner der Teilnehmer geht hier mit leeren Händen nach Hause.

Die Liga lebt auch vom Engagement der Betreuer

Wichtig sei aber auch, dass die jeweilige Einrichtung das Ganze mittrage. Die Liga lebe eben auch vom Engagement der zahlreichen Betreuer und Helfer. „Für uns ist das eine gute Möglichkeit rauszugehen und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es normal ist, anders zu sein“, sagt Daniel Möller, Leiter der Mülheimer Fliedner Werkstätten. Deshalb solle es auch im nächsten Jahr wieder einen neuen Cup geben. Maximal acht Mannschaften könnten daran teilnehmen, mehr Teilnehmer seien organisatorisch nicht mehr zu händeln.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik