Stadtteilfotografie

Eppinghofen mal anders: Volkshochschule Mülheim zeigt Fotos

Ralf Raßloff, Britta Knappmann, Nicole Linau (VHS), Renate Beckmann, Ursula Poths und Herbert Wilk bereiten die Ausstellung „Eppinghofen auf der Spur“ vor.

Ralf Raßloff, Britta Knappmann, Nicole Linau (VHS), Renate Beckmann, Ursula Poths und Herbert Wilk bereiten die Ausstellung „Eppinghofen auf der Spur“ vor.

Foto: Tamara Ramos

Mülheim.   In einem Foto-Kurs lichteten sechs Mülheimer Hobbyfotografen Motive in Eppinghofen ab. Die Vielseitigkeit des Viertels steht im Vordergrund.

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Blaue Kaugummi-Automaten, das überfüllte Schaufenster eines Lebensmittelmarktes, Erikas Braterei und das Minarett der Fatih-Moschee: Das alles ist Eppinghofen — aber nicht nur. In dem Kurs „Stadtteilfotografie“ an der Volkshochschule erkundeten sechs Hobbyfotografen den Mülheimer Stadtteil und lichteten dabei außergewöhnliche Motive ab.

Der Fotokünstler Ralf Raßloff leitete den viermonatigen Kurs. Auch für ihn als langjährigen Eppinghofer ist es erstaunlich, wie vielseitig das Viertel sein kann. „Mein Blick auf das Viertel hat sich verändert“, sagt er. Durch den Kurs achte er jetzt auf ganz andere Dinge. Auf Kleines, Außergewöhnliches und Skurriles: Dinge und Momente, die auch in der Ausstellung des Fotokurses zu sehen sein werden. Am Mittwoch, 27. Februar, wird die Ausstellung „Eppinghofen auf der Spur“ offiziell eröffnet. Danach kann die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten der Volkshochschule besucht werden. Insgesamt werden 59 Fotografien ausgestellt.

Die Vielseitigkeit von Eppinghofen kennengelernt

Die sechs Kursteilnehmer haben in monatelanger Arbeit das Viertel erkundet und für sich kennengelernt. Kursteilnehmerin Renate Beckmann bewundert vor allem die Vielseitigkeit von Eppinghofen: „Hier treffen verblasste Industriegebäude und soziale Dynamik aufeinander.“ Durch den Kurs seien für sie die verblassten Industriegebäude zu neuem Leben erwacht.

Die Programmbereichsleiterin der Volkshochschule für Kunst, Kultur und Kreativität, Nicole Linau, erstellte das Konzept des Fotokurses. Nachdem die Volkshochschule im September vergangenen Jahres nach Eppinghofen gezogen war, wollte man gerade dieses Stadtviertel auch zum Thema des Kurses „Stadtteilfotografie“ machen. „Unser Ziel ist es, Nähe herzustellen und zu zeigen, dass Eppinghofen viele Facetten hat“, erklärt sie.

Zu Beginn suchten alle sogenannte Postkarten-Motive

Während des Kurses haben alle Hobbyfotografen eine Entwicklung durchlebt. Anfangs wurden vor allem sogenannte Postkarten-Motive geknipst, berichtet Kursleiter Raßloff schmunzelnd. Die Herausforderung bestand darin, sich davon zu entfernen und auch mal den Mut zu haben, den eigenen Blick zu zeigen. Oft sei es vorgekommen, dass Menschen scheu auf die Kameras reagiert hätten. Einmal hieß es bei einem Ausflug des Kurses von Passanten sogar: „Jetzt sind die Touristen auch schon hier in Eppinghofen.“

Mittlerweile geht der Kurs „Stadtteilfotografie“ schon in die nächste Runde und es sind zwei neue Teilnehmer hinzugekommen. Für Ralf Raßloff und seine Kursteilnehmer ist es erklärtes Ziel, in der Kurs-Fortsetzung auch mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: „Wir wollen Eppinghofen noch genauer erkunden und vielleicht auch mal auf die Hinterhöfe und in die Gärten schauen.“

>>> NEUER KURS HAT NOCH PLÄTZE FREI

Der zweite Kurs „Stadtteilfotografie“ ist bereits gestartet, und es sind noch Plätze frei.

Am 5. März von 19 bis 21.15 Uhr findet der nächste Kurstermin in der Volkshochschule, Aktienstraße 45, statt.

Es wird ein sicherer technischer Umgang mit der Kamera vorausgesetzt.

Ansprechpartnerin für den Kurs ist Nicole Linau, erreichbar unter 455-4317 oder nicole.linau@muelheim-ruhr.de.

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