Preis für Ehrenamt

Ehrung für Sozialdemokrat Dieter Wiechering

Dieter Spliethoff

Foto: Oliver Müller

Dieter Spliethoff Foto: Oliver Müller

Mülheim.   Der ehemalige Fraktionschef der SPD, der kürzlich nach 23 Jahren nicht mehr für das Amt kandidierte, erhält den ersten Friedrich-Wennmann-Preis

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Bei Friedrich Wennmann denken viele automatisch an das Schwimmbad in Heißen. Der SPD-Politiker, der die Ratsfraktion von 1972 bis zu seinem plötzlichen Tod 1989 führte, ist aber auch Namenspatron eines neuen Preises, mit dem die SPD künftig regelmäßig ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl auszeichnen möchte, das, wie Parteichef Ulrich Scholten bedauerte, in der Gesellschaft „nicht mehr uneingeschränkt“ wertgeschätzt werde.

Als erster Preisträger wurde nun in einer Feierstunde Dieter Wiechering ausgezeichnet, der ähnlich lang wie Wennmann die Fraktion führte, vor einigen Monaten auf eine erneute Kandidatur verzichtete und am Dienstag zudem seinen 75. Geburtstag feierte. Zahlreiche altgediente Sozialdemokraten von Norbert Greger, Robert Schneider bis Hans Meinolf, um nur drei zu nennen, waren zur Gratulation gekommen, aber auch Weggefährten wie die beiden ehemaligen Planungsamtsleiter Martin Harter, Jürgen Liebich und natürlich die ehemalige Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld.

Alte Dreherei beeindruckt ihn

Den mit 1000 Euro dotierten Preis gibt er zu gleichen Teilen dem Trägerverein der Alten Dreherei und der SKJ, der sozialdemokratischen Kinder- und Jugendarbeit. Für sie hatte er um Spenden statt Geschenke gebeten. Von dem ehrenamtlichen Einsatz für das vom Abriss bedrohte Denkmal zeigte sich Wiechering beeindruckt. Der Vorsitzende des Planungsausschusses hatte den mühsamen Prozess, auch gegen Widerstände aus der Verwaltung, von Beginn an unterstützt. Zum Dank ernannte ihn der Vorsitzende Martin Menke zum Ehrenmitglied.

Nach der Auszeichnung durch seinen Nachfolger Dieter Spliethoff gab Wiechering der Gesellschaft drei Anstöße mit: die enge Verbindung von Volkshochschule und SPD, die Verantwortung für die Zukunft der Stadt durch einen genehmigungsfähigen Etat und die GroKo, die er für Berlin sieht. „Die Bundespartei ist nicht attraktiv und muss sich personell und inhaltlich erneuern“, sagt Wiechering im Gespräch.

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