Polizei

Kampf mit Drogendealer: Polizist in Mülheim verletzt

Foto: Thomas Nitsche

Mülheim.   Die Kontrolle eines mutmaßlichen Drogendealers in Mülheim eskalierte. Es kam zu einem Kampf auf offener Straße – mit Verletzten.

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Ein 29-jähriger mutmaßlicher Drogendealer sorgte am Donnerstagnachmittag für einen Einsatz der Polizei, bei dem einer der Beamten so schwer verletzt wurde, dass er aktuell nicht mehr dienstfähig ist.

Uniformierte Beamte der Ermittlungsgruppe Mülheim erhielten gegen 14 Uhr durch zivile Kollegen Hinweise auf einen möglichen Drogendeal an der Heißener Straße. Ein polizeibekannter Drogenkonsument (31) konnte beobachtet werden, wie er mit einem Mann (29) in eine Wohnung ging, aus der der mutmaßliche Drogendealer kurze Zeit später wieder herauskam.

Ware im Mund versteckt

Als die uniformierten Polizeikräfte den 29-Jährigen kontrollierten, händigte er ein Ausweisdokument aus, sprach aber kein Wort. Für einen kurzen Augenblick jedoch öffnete er den Mund, in dem die Beamten weiße Kügelchen erkannten. Aus polizeilicher Erfahrung handelte es sich um Betäubungsmittel. Der Aufforderung, den Mund zu öffnen, kam der Mann nicht nach. Vielmehr versuchte er, die Ware zu verschlucken.

Polizistin ins Gesicht gespuckt

Um das Beweismittel sichern zu können, ergriff ein Polizeibeamter den Mann und versuchte das Schlucken zu verhindern. Bei dem entstehenden Gerangel stürzten beide zu Boden. Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Der mutmaßliche Dealer versuchte mit allen Kräften, einer Fesselung zu entgehen. Eine Polizistin versuchte ihrem Kollegen zu helfen, worauf der 29-Jährige ihr ins Gesicht spuckte. Dabei fielen mehrere weißen Kügelchen aus dem Mund zu Boden. Nur unter erheblichem Kraftaufwand gelang es schließlich, den Mann zu fixieren und zu fesseln. Der Dealer wie auch die Beamten verletzten sich bei dem Kampf. Neben Bargeld in dealertypischer Stückelung entdeckten die Beamten bei der Durchsuchung elf Kügelchen mit weißer Substanz, vermutlich Kokain. Der 29-Jährige wird dem Haftrichter vorgeführt.

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