Kinderfilmtage

Doku zeigt Kinder aus aller Welt auf ihren Schulwegen

Regisseurin Sigrid Klausmann stellte sich im Kino Rio den Fragen der Schüler.

Foto: Kerstin Bögeholz

Regisseurin Sigrid Klausmann stellte sich im Kino Rio den Fragen der Schüler. Foto: Kerstin Bögeholz

Mülheim.   Im Rahmen der Kinderfilmtage schauten Fünftklässler der Realschule Mellinghofer Straße eine Doku – und löcherten die Regisseurin mit Fragen.

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Im Kino Rio am Synagogenplatz herrscht reges Treiben. Dort schauen Schüler der Realschule Mellinghofer Straße im Rahmen der Kinderfilmtage am Donnerstag den Dokumentarfilm „Nicht ohne uns“ von Sigrid Klausmann. Die Regisseurin hat Kinder aus aller Welt auf ihrem Schulweg begleitet. Nach dem Film durften die Schüler der Regisseurin ihre Fragen stellen.

Die Fünftklässler suchen sich einen Platz, lachen und quatschen miteinander. Der Saal wird dunkel und die ersten Bilder des Filmes erstrahlen auf der Leinwand. Man merkt, wie die Stimmung umschlägt – plötzlich sind sie still und aufmerksam. To stellt sich vor. Er ist 12 Jahre alt und wohnt mit seiner Familie in einer Hütte in Laos. Zur Schule braucht er zwei Stunden; er geht zu Fuß, fährt mit dem Boot und mit dem Tuktuk.

Projekt heißt „199 kleine Helden“

In den nächsten eineinhalb Stunden dürfen die Schüler To und 15 weitere Kinder aus aller Welt auf ihrem Schulweg begleiten. Die Doku setzt sich mit den Ängsten, Träumen und Geschichten von Kindern aus aller Welt auseinander. „Wir geben den Kindern der Welt eine Stimme“, erklärt die Regisseurin des Films, Sigrid Klausmann. Man merkt ihr die unbändige Begeisterung und Überzeugung an, wenn sie über den Film und das damit verbundene Projekt „199 kleine Helden“ spricht.

Ziel des Projektes ist es nämlich,199 Kinder aus allen Ländern der Welt zu portraitieren und auf ihrem Weg in die Schule, bzw. in ihre Zukunft zu begleiten. Ob auf dem Esel, auf Skiern oder zu Fuß. Die Kinder im Film haben nicht nur unterschiedliche Schulwege, sondern auch unterschiedliche Geschichten. Sie erzählen von ihrer Heimat und was sie sich wünschen.

Jedes Kind möchte mitgestalten

Eines hat Klausmann während ihrer Reise und den Dreharbeiten festgestellt: „Jedes dieser Kinder möchte seine Zukunft mitgestalten und etwas verändern.“ Als der Film vorbei ist, stellt sich die Regisseurin den Kindern vor. Sie hat den Satz „Ihr dürft mir jetzt Fragen stellen“ noch gar nicht ausgesprochen, da schnellen schon die Arme nach oben. „Wie hat es sich angefühlt, diesen Film zu machen?“ „Wie lange hat der Dreh gedauert?“ Sie lauschen den spannenden Geschichten der Regisseurin – wie sie in der Mongolei im Zelt geschlafen hat, wie sie mit den Kindern und ihren Familien gelacht und auch geweint hat.

„Die Kinder im Film erzählen den Schülern auf Augenhöhe ihre Geschichte“, erklärt Klausmann. Der Film solle also nicht mit dem erhobenen Zeigefinger darstellen, was alles schlecht läuft auf unserer Welt. Und trotzdem würden die Schüler beginnen, nachzudenken und merken, wie gut es ihnen geht, glaubt Sigrid Klausmann.

Große Abschlussveranstaltung in der Lichtburg

Mit „Wendy – der Film“ gehen die 34. Kinderfilmtage im Ruhrgebiet heute um 16 Uhr im Kino Rio im Medienhaus zu Ende.

Eine große Abschluss-Veranstaltung steht am Sonntag, 15. Oktober, ab 12 Uhr, in der Essener Lichtburg an der Kettwiger Straße 36 an. Verliehen werden die Preise Emmi und Emo. Moderiert wird die Veranstaltung von Malte Arkona, bekannt aus dem Kinderkanal Kika.

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