Wintervögel

Die Kohlmeise ist wieder der häufigste Vogel in Mülheim

Die Kohlmeise (Parus major) ist der am meisten gesehene gefiederte Gast in Müleheimer Gärten.

Die Kohlmeise (Parus major) ist der am meisten gesehene gefiederte Gast in Müleheimer Gärten.

Foto: Patrick Pleul, dpa

Stadtgebiet.   Erste Ergebnisse bei der „Stunde der Wintervögel: 103 Mülheimer Vogelfreunde haben mitgezählt. Die Kohlmeise ist wieder der häufigste Vogel.

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Die ersten Ergebnisse aus der bundesweiten Zählung „Stunde der Wintervögel“ stehen fest. Demnach wurden in Mülheims Gärten, Parks und an Futterhäusern auf Balkonien am häufigsten Kohlmeisen gesichtet (242), meldet der Naturschutzbund Nabu. Diese Art war auch schon im Vorjahr der am meisten gesehene Vogel.

Auf Platz zwei kam die Ringeltaube mit 170 Exemplaren, auf Platz drei die Elster mit 137 Tieren. Platz vier nimmt die Blaumeise mit 128 Tieren ein und auf Platz fünf findet sich die Amsel mit 127 Exemplaren.

1618 Vögel in 74 Gärten gezählt

Bislang wurden in 74 Mülheimer Gärten insgesamt 1618 Vögel gezählt, teilte der Nabu mit. 103 Mülheimer Vogelfreunde haben ihre Beobachtungen – sie sollten eine Stunde lang am vergangenen Wochenende die Vögel zählen – mitgeteilt. Da Meldungen, die noch bis zum 15. Januar online eingehen, beim Nabu mitgezählt werden, können sich die Zahlen noch etwas verändern.

Während bundesweit der Haussperling auf Platz eins der häufigsten Wintervögel gelangte, kommt der Spatz in Mülheim mit 82 Exemplaren erst auf Platz acht vor, genau wie im Vorjahr, doch 2018 wurden mit 134 Spatzen noch viel mehr Individuen gezählt. Das gilt auch für die ersten fünf Plätze beim Ranking im Jahr 2018: Platz eins Kohlmeise (355), Platz zwei Elster (218), Platz drei Blaumeise (206), Platz vier Rabenkrähe (182), Platz fünf Amsel (181).

Milder Winter bringt weniger Vögel aus dem Norden

Der Nabu macht das Wetter dafür verantwortlich, dass in diesem Jahr weniger Vögel gezählt werden konnten. „Der bisher europaweit sehr milde Winter sorgt dafür, dass weniger Wintervögel aus dem Norden und Osten zu uns kommen, und dass viele Waldvögel auch außerhalb der Gärten genug zu fressen finden und nicht zu den Futterstellen kommen“, sagt Heinz Kowalski, Nabu-Vogelexperte und stellvertretender Landesvorsitzender. Die Zahlen für die typischen Futterhausbesucher Kohlmeise, Blaumeise, Eichelhäher, Buntspecht, Gimpel, Sumpf-, Tannen-, Haubenmeise seien daher niedriger als im Schnitt. 2018 haben sich 149 Mülheimer an der Zählung beteiligt, 46 Vogelfreunde mehr, als in diesem Jahr. Mehr info: https://nrw.nabu.de

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