NRZ-Bürgerbarometer

Die Hochschule Ruhr West nutzt Mülheim

Foto: Oliver Müller

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Die Mülheimer sind davon überzeugt, dass die HRW und die Studierenden für positive Impulse sorgen. Skeptiker gibt es bei den 50- bis 59-Jährigen.

Die meisten Mülheimer glauben daran, dass die Hochschule Ruhr West (HRW) der Stadt nutzen wird. Beim NRZ-Bürgerbarometer gab mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten an, dass Mülheim durch den Zuzug der jungen Menschen profitieren wird. Etwa jeder Sechste (16 Prozent) glaubt sogar daran, dass die Stadt „in sehr großem Umfang“ profitieren wird.

Seit ihrer Gründung zum Wintersemester 2009 ist die HRW bereits deutlich gewachsen: Angefangen hat die Hochschule, die auf zwei Standorte (Mülheim und Bottrop) verteilt ist, mit 80 Studierenden in den zwei Studiengängen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen-Energiesysteme. Inzwischen sind an der HRW 5900 Studierende in 20 Bachelor- und sechs Masterstudiengänge eingeschrieben (4300 in Mülheim). Mit aktuell 360 Mitarbeitern, davon 81 Professoren und 120 wissenschaftlichen Mitarbeitern, ist die Hochschule ein großer Arbeitgeber.

Vor diesem Hintergrund haben nur sieben Prozent der Befragten beim Bürgerbarometer angegeben, dass die Stadt nicht von der HRW profitieren wird. Dass Mülheim sogar „überhaupt nicht“ von der Hochschule profitieren wird, das glaubt nur ein Prozent.

Besonders die jüngeren Befragten stehen der Hochschule wohlwollend gegenüber. In den Altersgruppen der 14- bis 19-Jährigen und der 20- bis 29-Jährigen ist die Zuversicht über die Bedeutung der HRW für Mülheim am stärksten.

Deutlich zurückhaltender geben sich dagegen die 60- bis 69-Jährigen. In dieser Altersgruppe sind viele Befragte – etwa 50 Prozent – unentschieden, ob die Stadt durch die Hochschule und die jungen Studierenden vorangebracht wird. Insgesamt ist etwa ein Drittel aller Befragten unentschieden in ihrer Einschätzung.

Zwischen den Befragten in den unterschiedlichen Stadtteilen gibt es hingegen nur geringe Unterschiede. Die größte Zuversicht legen Mülheimer aus Stadtteilen mit einer mittleren Sozialstruktur (Dümpten, Heißen, Broich) an den Tag. Doch auch in der Innenstadt und Styrum (niedrige Sozialstruktur) sowie Menden-Holthausen, Saarn und Speldorf (hohe Sozialstruktur) glauben die Bürger mehrheitlich an positive Auswirkungen der HRW.

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