Klimaschutzpreis

Der Klimaschutzpreis setzt wieder Kreativität in Gang

Für die drei ersten Plätze beim Innogy Klimaschutzpreis 2017 gab es Urkunden und Geldprämien.

Foto: Tanja Pickartz

Für die drei ersten Plätze beim Innogy Klimaschutzpreis 2017 gab es Urkunden und Geldprämien. Foto: Tanja Pickartz

Mülheim.   Von Biogärten bis zur alternativen Heizung: Die drei besten Ideen wurden mit Prämien gewürdigt. Viele Kinder und Jugendliche beteiligten sich.

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In Mülheim gibt es eine ,,essbare Kita”. Auch Schulen mit Biogärten oder Mini-Energieparks hat die Stadt. Dann gibt es Bürger, die eine Fläche aufgekauft haben, um dort die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Das zeigt ganz klar: Die Umwelt liegt den Mülheimern am Herzen. Die besten Projekte und Ideen sind jetzt wieder mit dem Innogy Klimaschutzpreis von Innogy und der Stadt im Medienhaus in der City ausgezeichnet worden.

Der Preis wurde bereits zum siebten mal vergeben, insgesamt gab es 14 Einsendungen. Eine Zahl, die sich mit denen aus der Vergangenheit deckt, wie Cornelia Schwabe von der Mülheimer Initiative für Klimaschutz erklärt: ,,Auch in diesem Jahr waren wieder sehr gute Ideen und Projekte dabei. Es ist uns da keinesfalls leicht gefallen, da eine Rangliste festzulegen.”, sagt sie. Bei der Preisverleihung gab es daher für alle Teilnehmer etwas.

,,Die essbare Kita” baut Gemüse an

Passend zum Umweltschutz konnten alle Gruppen Pflanzen mitnehmen. Unter den fleißigen Umweltschützern waren unter anderem die Kinder von der Kita Zauberhöhle in Styrum, die in ihrem Garten Gemüse anbauen und das auch selbst essen – das Projekt nennt man dann treffend ,,Die essbare Kita”.

Viel Beachtung und Applaus erhielt auch Paul Agde. Er lebt an der Kolpingstraße in Heißen und hat gemeinsam mit einigen Nachbarn ein Stück Land hinter der Straße gekauft, um so die Tiere und Pflanzen dort zu schützen: ,,Die Fläche ist 5000 Quadratmeter groß. Wir möchten die Natur dort erhalten und verhindern, dass dort etwas gebaut wird und Tiere und Pflanzen zu Schaden kommen”, erklärt Paul Agde.

Den dritten Platz und damit 1000 Euro Prämie sicherten sich die Kinder und Lehrer der Luisenschule. Auch dort gibt es seit einiger Zeit einen kleinen Garten, dessen fair gehandelten Bioprodukte sogar verkauft werden. Aktuelles Projekt: Der Bau eines Pfandflaschensammelcontainers, dessen Erlös bedrohten Tierarten im Duisburger Zoo zugute kommen soll.

Platz eins geht an die Vereinigung Kambium Kids

Das Projekt ,,Energiepark” des Berufskollegs Stadtmitte stellt das Zusammenspiel von regenerativen und konventionellen Kraftwerken dar – und holte Platz zwei des Klimaschutzpreises und damit 1500 Euro. ,,Unser Modell besteht unter anderem aus einem Solarkraftwerk und einem virtuellen Kohlekraftwerk – verbunden mit einem Computer”, erklären die Schüler. Und weiter: ,,Das Modell veranschaulicht die Energieversorgung mit einem Schwerpunkt auf regenerativen Energieträgern, es ist einfach und verständlich und daher auch für Kinder geeignet, um etwas zu lernen.”

Platz eins und damit 2500 Euro gehen an die Vereinigung Kambium Kids, wo Jungen und Mädchen des Otto-Pankok Gymnasiums und der Realschule Mitte eine Magnetheizung hergestellt haben. ,,Mit dieser selbst gebauten Heizung können wir mit alternativer Stromenergie Wasser erwärmen”, erklärt Dirk Jungbluth, der das Projekt mit den Schülern betreute.

Die Jugendlichen sind stolz auf ihren ersten Preis. ,,Wir möchten etwas für die Umwelt tun und helfen, dass man mehr mit alternativen Energien arbeitet”, erklären die beiden Mädels Rahina (14) und Jana (15), die fleißig am Projekt mitgewirkt haben.

<<< AUSZEICHNUNG FÜR NACHHALTIGE IDEEN

Nachhaltige Ideen werden in Mülheim seit sieben Jahren mit dem Klimaschutzpreis von innogy (vormals RWE) ausgezeichnet.


Preiswürdig sind Projekte, die den Umwelt- und Klimaschutz in der Stadt voranbringen. Die Stadt entscheidet mit innogy über die bis zu 5000 Euro dotierten Preise. Bürger, Vereine, Institutionen und Firmen können mitmachen

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