Renaturierung

Der Kanalbau am Frohnhauser Weg beginnt im Frühjahr

Der Borbecker Mühlenbach, wie er aktuell aussieht. Der Bach wird in einigen Jahren klar fließen, das Abwasser in Mülheim unterirdisch

Der Borbecker Mühlenbach, wie er aktuell aussieht. Der Bach wird in einigen Jahren klar fließen, das Abwasser in Mülheim unterirdisch

Foto: Emschergenossenschaft

Mülheim/Essen.   Emschergenossenschaft beginnt mit Renaturierung des Borbecker Mühlenbachs an der Stadtgrenze. Arbeiten am Mühlenbach gehören zum Emscherumbau.

Das Ende der Köttelbecke ist besiegelt. Auf die Bürger an der Stadtgrenze zu Essen-Frohnhausen kommen in den nächsten Jahren umfangreiche Bauarbeiten zu, wenn das Regenüberlaufbecken gebaut und die letzten Meter des Borbecker Mühlenbachs renaturiert werden. Danach sollen sich die Bürger über einen naturnah gestalteten Bach und eine 400 Meter lange neue Rad-/Gehweganbindung an die Grugatrasse freuen können. Das jedenfalls versprachen die Vertreter von Emschergenossenschaft und Grün und Gruga bei einer Bürgerversammlung in Essen.

Die Arbeiten am Mühlenbach gehören zum Emscherumbau. Der Mühlenbach fließt – aktuell noch als Abwasserbach in einer Betonschale – ein paar hundert Meter über Mülheimer Stadtgebiet und dann in die Essener Berne, welche wiederum ein wichtiger Nebenfluss der Emscher ist. Die an der Grenze zu Essen lebende Wasserralle, ein geschützter Vogel, hatte den Umbau bisher verzögert. Jetzt soll das Projekt noch im Frühjahr starten. Die Genehmigung für den Bau des neuen Abwasserkanals und der Regenwasserbehandlungsanlagen liege seit Herbst 2018 vor, so Jens-Uwe Drews von der Emschergenossenschaft.

Abwasserrohre sollen für Starkregen gerüstet sein

Man habe jetzt drei Angebote von Firmen und gehe davon aus, dass die Arbeiten im März/April 2019 beginnen können. Die neuen Abwasserrohre sollen bis zu 3,60 Meter Durchmesser haben, um auch die Wassermengen bei Starkregen aufnehmen zu können. Die Arbeiten sollen teils im unterirdischen Vortrieb und teils in offener Bauweise stattfinden, erläuterte Jens-Uwe Drews. Die Emschergenossenschaft werde für die Kanäle 43 Millionen Euro ausgeben, für die Regenwasserbehandlungsanlagen weitere zwölf Millionen Euro.

Die Umbauarbeiten sollen Anfang 2022 abgeschlossen werden. Anschließend würden die Essener Stadtwerke in diesem Bereich noch einmal für anderthalb Jahre für Anschlussarbeiten tätig. Der Schwerlastverkehr wird über eine eigens anzulegende Baustraße am Frohnhauser Weg fahren.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben