Tierheim

Der Hundetrakt im Mülheimer Tierheim ist fertig

Effe und Bolgasch bewohnen bereits die neuen Zwinger im Hundetrakt des Tierheims. Am Sonntag wird die Anlage offiziell vorgestellt.

Effe und Bolgasch bewohnen bereits die neuen Zwinger im Hundetrakt des Tierheims. Am Sonntag wird die Anlage offiziell vorgestellt.

Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv

Mülheim.   Hell, freundlich und pflegeleicht sind die neuen Unterkünfte für die Vierbeiner im städtischen Tierheim. 625 000 Euro flossen bisher in die Sanierung.

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Wenn Effe erzählen könnte, dann wäre er der beste Berichterstatter für diesen Artikel. Schließlich sitzt der imposante Kangal-Rüde bereits seit fünf Jahren im städtischen Tierheim an der Horbeckstraße und hat die Sanierung des Hundetrakts daher live miterlebt. Was Effe wohl sagen würde über sein neues Domizil, den rund 20 Quadratmeter großen Zwinger, der wie 16 weitere Hundeunterkünfte kürzlich fertig geworden ist? Tierheimleiterin Marion Niederdorf zumindest ist sich sicher: „Ihm geht es hier besser, er hat mehr Platz, sein Gehege liegt geschützter als vorher und er liebt die beheizbare Liegefläche.“

Keine Spur mehr von dunklen, zugigen Zwingern, in denen die herrenlosen Hunde ihr Dasein fristen mussten. Entstanden sind vielmehr moderne Räume mit pflegeleichtem Bodenbelag, der keine Gerüche mehr annimmt, beheizbaren Liegeflächen, niedrigen Fenstern und großen Durchlässen zum Auslauf, der teils durch Plexiglas vor Regen geschützt ist. „Das nehmen die Hunde gerne an, sie liegen hinter den Fenstern und schauen nach draußen“, erzählt Marion Niederdorf. Nicht nur die bauliche Substanz des Tierasyls aus den 1960er Jahren machte eine Sanierung notwendig, auch die Rechtslage drängte: Mit der Sanierung werden nun die gesetzlichen Bestimmungen zur artgerechten Haltung von Hunden in Tierheimen umgesetzt.

Die Sanierung des Tierheims

Insgesamt 625.000 Euro sind laut Immobilien-Service der Stadt seit Herbst 2012 in die Sanierung des Tierheims geflossen. Allein 200.000 Euro steuerte der Tierschutzverein Mülheim – größtenteils aus einer Privatspende – bei, die restliche Summe übernimmt die Stadt als Träger des Tierheims. Noch sind Bohrmaschinen zu hören, dröhnt Baulärm durch die frisch gefliesten Flure, doch am Wochenende, wenn das Tierheim wieder zur traditionellen Tierbescherung einlädt, soll wirklich alles fertig sein. „Das sind die letzten Arbeiten an einem Vorratsschuppen“, sagt Marion Niederdorf, die sich sichtlich freut, dass damit das Projekt Sanierung der Hundegehege zu Ende geht. Am Sonntag, während der Tierbescherung, wird Bürgermeisterin Margarete Wietelmann die Räume offiziell einweihen.

Doch fertig sind sie im Tierheim noch lange nicht. „Der Quarantänetrakt muss saniert werden“, sagt Marion Niederdorf – und noch dringender müsse ein neues Katzenhaus her. Zurzeit leben die rund 70 Samtpfoten in Holzhäusern, die aber längst der Witterung nicht mehr standhalten. Es bleibt also noch tierisch viel zu tun an der Horbeckstraße.

Tierbescherung steht bevor

Luke, Enja, Garfield, Pumuckl und all die anderen Tierheimbewohner können sich freuen: Zu ihnen kommt der Weihnachtsmann schon am nächsten Sonntag. Dann nämlich, am 13. Dezember, lädt das Tierheim an der Horbeckstraße 35 von 13 bis 17 Uhr zu seiner traditionellen Tierbescherung ein. Tierfreunde können dann Sachspenden wie Dosenfutter für Hunde und Katzen, sowie Decken und Handtücher abgeben oder Geld spenden, das etwa für die kommenden Sanierungsarbeiten benötigt wird. Als Dank können sich die Besucher an selbst gebackenen Kuchen und Getränken laben. Die Feuerwehr beteiligt sich in diesem Jahr an der Tierbescherung und veranstaltet eine Tombola mit rund 2000 Preisen. Auch der Tierschutzverein ist wieder mit Aktionen dabei. Die Mitglieder sammeln für Wärmeplatten und dazu passenden Hütten für die Insassen des Hundetraktes und bieten selbst gebackene Hundekekse sowie Taschen und Kalender gegen eine Spende an.

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