HEIMAT RUHRGEBIET

Mülheimer Danny Gießner bloggt über die schönen Pott-Seiten

Foto: Zoltan Leskovar

Mülheim.   Für seinen Blog „Wahlheimat“ macht der 42-Jährige Fotos, gibt Ausflugstipps und schreibt über das Ende des Bergbaus in der Region.

Als Danny Gießner vor 16 Jahren nach Mülheim zog, verliebte er sich sofort in die Stadt und die Region. „Ich bin schon oft umgezogen, aber Mülheim ist meine Wahlheimat geworden“, sagt der 42-Jährige. „Wahlheimat.Ruhr“, so heißt auch Gießners Blog, den er seit einigen Jahren betreibt.

„Weil ich neu hier war, habe ich mit der Familie viel unternommen, um alles kennenzulernen“, erzählt Gießner. Dabei sei ihm auch die Idee zum Fotografieren und Schreiben gekommen. „Ich habe ein großes Faible für Geschichte und finde vor allem den Bergbau und die Industrie in der Region total spannend“, sagt der Blogger. Dazu kämen die vielen Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. „Das fand ich anfangs wirklich überwältigend und dachte, dass es anderen vielleicht ähnlich geht.“

Erkundungstouren mit Frau und Kindern

Zunächst versendete er Newsletter an Freunde und Bekannte über alle Erkundungstouren, die er mit seiner Frau Gerlinde und den zwei Töchtern unternahm. Dann kam der Blog, bei Facebook, Instagram und Twitter ist er mittlerweile auch aktiv. Auf allen Kanälen folgen ihm inzwischen mehrere Tausend Menschen.

„Ich bezeichne mich selbst als Mikro-Influencer“, sagt der Mülheimer schmunzelnd. „Wenn jemand schreibt, dass er meine Tipps befolgt hat oder meine Fotos lobt, freue ich mich darüber sehr.“ Egal, ob Camera Obscura, Auberg, die Siedlung Mausegatt oder das Leder- und Gerbermuseum, der Mülheimer findet immer neue Ziele. „Ich habe immer noch eine lange Liste von Orten, die ich hier gerne sehen möchte“, erzählt Gießner. Seit Jahren schreibt er nun auf „Wahlheimat Ruhr“ über Ausflugspunkte, kulinarische Tipps, Selbstgemachtes für jede Jahreszeit und über Leben mit Kindern.

Jeder Blogeintrag bedeutet mehrere Stunden Arbeit

Mittlerweile verdient der Mülheimer auch Geld mit seinem Blog. „Das freut mich, aber es macht mir einfach Spaß und ich mache das Ganze ja auch nur in meiner Freizeit als Hobby“, erklärt Gießner, der im Online-Handel arbeitet und studierter Wirtschaftsingenieur ist. Jeder Blogeintrag, so der 42-Jährige, bedeute einige Stunden Arbeit, um Bilder auszusuchen und die Texte zu schreiben. Er fotografiert sowohl mit der Kamera als auch mit dem Handy.

„Mülheim zum Beispiel ist ja eine sehr grüne Stadt“, sagt Gießner, der zuerst in Heißen gewohnt hat und nun im Zentrum lebt. „Hier fotografiere ich alles, was an der Ruhr liegt, besonders den Leinpfad. Da kann man gerade jetzt im Herbst toll das Farbenspiel der Bäume beobachten.“ Ohnehin ist ihm die Stadt in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen. „Die Menschen kommen hier ohne viel Umschweife auf den Punkt und Neuankömmlinge werden herzlich integriert“, meint der gebürtige Chemnitzer.

Ruhrpottmotiv – in Kürbis geschnitzt

Rund um Halloween schnitzt der Wahl-Mülheimer übrigens jedes Jahr ein besonderes Ruhrpottmotiv in einen Kürbis. Auch der stillgelegte Wasserturm war darauf schon mal zu sehen. Was es dieses Jahr wird, kann Gießner noch nicht genau sagen. „Ich werde häufig gefragt, wahrscheinlich aber auch etwas, um das Ende des Bergbaus zu würdigen“, sagt der Blogger. Leider, so der Mann aus Mülheim, wo schon seit 52 Jahren Schicht im Schacht ist.

>>> DIE AKTIVITÄTEN IN DEN SOZIALEN NETZWERKEN

Danny Gießner ist auch bei Twitter aktiv. Beigetreten ist er 2009 und seitdem über 82400 Tweets verfasst mit einer Reichweite von gut 10.000 Aufrufen. Er folgt 2000 Nutzern und hat selbst 3000 Follower. Auch bei Instagram ist er schon länger und hat dort 1300 Beiträge verfasst.

Auf Facebook haben 1300 Interessierte seine Posts abonniert, über 1200 gefällt das. Die Blogbeiträge werden bei 25000 Besuchern im Jahr 4000 mal aufgerufen: wahlheimat.ruhr.

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