Nachhaltigkeitsserie

Bloggerin gibt Alltags-Tipps für ein nachhaltiges Leben

Svenja gibt auf ihrem Blog „Svalalalla“ Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. 

Svenja gibt auf ihrem Blog „Svalalalla“ Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. 

Foto: Privat

Mülheim.  Nachhaltig leben wollen viele. Doch wo soll man anfangen? Einige Mülheimer zeigen, wie es gehen kann. Wir stellen sie vor. Teil 7: Die Bloggerin.

„Ich glaube, die Uhr steht echt kurz vor zwölf und wenn jeder ein bisschen darauf achtet, machen viele Kleinigkeiten das große Ganze“, schreibt Svenja in ihrem Blog. Die 27-Jährige beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. „Ich bin einer Bloggerin auf Instagram gefolgt, die sich ganz dem Thema gewidmet hat“, sagt Svenja. „Da habe auch ich mir mehr Gedanken gemacht“ – vor allem auch seit der Geburt ihres Kindes vor eineinhalb Jahren.

Angefangen hat Svenja damit, dass sie beim Einkaufen darauf geachtet hat, weniger Verpackungen zu kaufen. Vor allem Obst und Gemüse kauft sie nur unverpackt – sollte man jedoch nicht darum herum kommen, hat sie in ihrem Blog „Svalalalla“ einen praktischen Tipp: „Falls Sachen verpackt sind, das Plastik im Laden in den Müll schmeißen (ist zwar auch Müll, aber der Laden muss den bezahlen und dieser Schritt hilft vielleicht, dass die Geschäfte auf immer mehr Plastikverpackungen verzichten – hoffentlich)“.

Immer einen Coffee-to-go-Becher mitnehmen

Zudem sei es ratsam, Einkaufsbeutel/ Körbe mitzunehmen, um so keine Plastiktragetaschen in den Läden kaufen zu müssen. In ihrem Online-Shop bietet Svenja solche Beutel an. Auch in anderen Lebensbereichen kann man ganz leicht auf Plastik verzichten. So könne man Glas- statt Plastikflaschen kaufen. Und „manch Joghurt gibt es übrigens auch im Glas“.

Auch für unterwegs sollten Getränke mitgenommen werden, dann kaufe man weniger unterwegs und spare dadurch auch noch Geld, sagt Svenja. Genauso sollte immer ein Coffee-To-Go-Becher mit dabei sein. Dadurch komme man nicht in die Versuchung, Einwegbecher zu kaufen.

Waschbare Wattepads und wiederverwendbare Ohrstäbchen

Doch neben diesen, für einige vielleicht schon bekannten Tipps, geht Svenja einen Schritt weiter. Vor allem für den kosmetischen Bereich hat sie einige Ideen für mehr Nachhaltigkeit. Sie bietet wiederverwendbare Ohrstäbchen an. „Klingt vielleicht erst unsauber, aber man kann sie problemlos reinigen“, so Svenja. „Mir ist irgendwann bewusst geworden, wie viele ich von diesen Stäbchen verbrauche – das kennt wahrscheinlich jede Frau.“

Auch waschbare Wattepads seien eine gute Alternative zu den herkömmlichen, die nach einem Gebrauch direkt im Müll landen. Zudem gibt es bereits in vielen Läden Bambuszahnbürsten zu kaufen. Was viele nicht wissen: Auch in Kosmetik steckt viel Plastik – Mikroplastik. „Deshalb sollte man beim Kauf von Kosmetika vor allem

darauf achten“, empfiehlt Svenja.

Viele nachhaltige Tipps fürs Baby

Während sie schwanger war, seien ihr immer mehr Ideen gekommen, wie sie auch in diesem Bereich nachhaltiger leben kann. So nutzt sie für den Babypopo selbstgemachte Feuchttücher oder Waschlappen. Bei Spielzeug greift sie auf das aus Holz zurück – und nimmt nicht das aus Plastik. „Holz ist doch eh schöner, oder?“, fragt Svenja ihre Leser.

Die Spielsachen kauft sie auf Trödelmärkten oder auf „Trödel-Seiten“ im Internet. „Kaufen und verkaufen. Macht Spaß und man muss nicht unbedingt neu shoppen“, so Svenja.

Und wenn man vom ganzen Spielen zu müde wird, kann man seinen Kaffee aus wieder verwendbaren Kapseln trinken. „Für diejenigen, die eine Kapselmaschine besitzen und sich nicht umorientieren möchten.“

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