Betrug

Betrüger ergaunern über tückische Flyer viel Geld in Mülheim

Flyer wurden in Zeitungen verteilt, hinter dessen Angeboten Betrüger stecken sollen.

Flyer wurden in Zeitungen verteilt, hinter dessen Angeboten Betrüger stecken sollen.

Foto: Hendrik Steimann

Mülheim.  In Mülheim haben Betrüger in den vergangenen Wochen mit Flyern für überteuerte Angebote geworben. Oft kommen sie laut Polizei damit durch.

Harmlose Flyer mit einem Dienstleistungsangebot als Beilage in Tageszeitungen sind in den vergangenen Monaten einigen Mülheimern zum Verhängnis geworden. Bei der Polizei gingen vermehrt Hinweise und Anzeigen ein, heißt es auf Anfrage.

Meist ähneln sich die Angebote und die optische Gestaltung der Flyer: Stein-und Fassadenreinigung, Teppichreparatur, Teppichreinigung, Teppichankauf oder Ankauf von Wertsachen. Angegeben ist in der Regel nur ein Nachname oder zusätzlich der erste Buchstabe des Vornamens, beides entspreche nicht der Realität. Ebensowenig wie die Adresse des Firmensitzes. Und wer ganz genau auf mehrere Angebote schaut, der erkennt, dass immer dasselbe ältere Ehepaar die treuen Kunden darstellt.

Ältere Menschen sind die Zielgruppe

Ältere Menschen seien laut Polizei die Zielgruppe. „Oft sind nur Mobilfunknummern angegeben, bei Anrufen melden sich Verantwortliche, zumeist Angehörige einer ethnischen Minderheit, die der Polizei aus anderen Strafverfahren bereits bekannt sind“, sagt Polizei-Sprecher Peter Elke. Einige Vorgänge werden bei der Polizei bearbeitet. Bei den Angeboten werden „Wucherpreise“ verlangt.

Den Opfern werde eingeredet, wie wertvoll etwa ihre Teppiche seien und entsprechend teuer auch die Reinigung. Ein Beispiel gab ein Saarner, der allein für einen Kostenvoranschlag für eine Terrassenreinigung 1500 Euro zahlen sollte. Gelangen die Betrüger ins Haus, sind nach Angaben der Polizei auch Wertsachen das Ziel. Manchmal soll damit auch bezahlt werden.

Eine Anzeige pro Woche – Dunkelziffer höher

Pro Woche erreicht die Polizei im Schnitt eine Anzeige. Nach Schätzungen ist die Dunkelziffer neben den angezeigten Fällen hoch. „Die älteren Menschen fühlen oft zwar betrogen. Eine amtliche Bestätigung sucht man danach aber meist nicht“, so Elke.

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