Beschneidung von Frauen thematisieren

Seitdem die Bücher des somalischen Models Waris Dirie (Wüstenblume, Nomadentochter) für Aufsehen gesorgt haben, ist das Thema weibliche Genitalbeschneidung in die öffentliche Wahrnehmung gerückt: Ein Thema, über das wenig bekannt ist.

Deshalb möchten die Mitglieder des Mülheimer Runden Tisches in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und dem Jugendzentrum Stadtmitte auf häusliche Gewalt und das grausame Ritual der Beschneidung aufmerksam machen. Davon sind laut aktueller Unicef-Zahlen 200 Millionen Mädchen und Frauen weltweit betroffen. In Deutschland leben schätzungsweise rund 30 000 beschnittene Frauen und Mädchen. Die Zahl ist durch die Zuwanderung stetig steigend. Die Anzahl der in Mülheim lebenden Frauen und Mädchen ist nicht bekannt.

Am Samstag, 26. November, 11 Uhr bis 16.30 Uhr, im Jugendzentrum Stadtmitte, Georgstraße 24, soll das Thema näher beleuchtet werden. Denn für Ärzte, Hebammen sowie Fachleute, die täglich mit Menschen aus den betroffenen Ländern zu tun haben, sind nicht nur Fakten, sondern auch das Wissen über kulturelle Zusammenhänge wichtig.

Anmeldung per Email an gleichstellungsstelle@muelheim-ruhr.de, 455-1542, erwünscht. Eine Kinderbetreuung ist vorhanden.

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