Modernisierung

Awo fordert barrierefreie Toiletten im Seniorenzentrum

Elke Domann-Jurkiewicz von der Awo zeigt die schmalen Türen und kleinen Toilettenkabinen im Begegnungs und Servicezentrum für Senioren an der Bahnstraße. Für Senioren mit Rollatoren ist dies ein echtes Problem.

Elke Domann-Jurkiewicz von der Awo zeigt die schmalen Türen und kleinen Toilettenkabinen im Begegnungs und Servicezentrum für Senioren an der Bahnstraße. Für Senioren mit Rollatoren ist dies ein echtes Problem.

Foto: Oliver Müller

Mülheim.   MWB, Immobilienservice und Awo wollen demnächst gemeinsam eine Lösung finden. Für Umbau im Seniorenzentrum müsste Awo im Gebäude bleiben.

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Schmale Türen und kaum Platz – wenn Senioren, die auf Gehhilfen angewiesen sind, im Awo-Begegnungszentrum an der Bahnstraße zu Gast sind, ist jeder Gang zur Toilette eine Herausforderung. „Ich lasse immer meinen Rollator am Tisch stehen und hangele mich dort entlang zur Toilette, wo ich mich festhalten kann“, beschreibt die 81-jährige Klara Eikenbusch die Situation. Sie kommt regelmäßig zum Mittagessen ins Awo-Servicezentrum. „Unsere Kunden können stürzen und sich verletzen, wenn sie keinen Halt finden“, sorgt sich Elke Domann-Jurkiewicz, Leiterin der Senioreneinrichtung.

Das Gebäude an der Bahnstraße wurde 1972 von der Awo gebaut. Nun gehört es dem Mülheimer Wohnungsbau (MWB). Der Immobilienservice der Stadt mietet wiederum die Awo-Räume bei der MWB an. „In den Siebzigerjahren gab es noch keine Rollatoren und die Menschen wurden meist nicht so alt, dass sie Gehhilfen benötigten“, erklärt Lothar Fink, Geschäftsführer der Mülheimer Awo, den Umstand der kleinen Toilettenkabinen. Seit zehn Jahren sei die notwendige Modernisierung des Gebäudes Thema bei Gesprächen zwischen Awo, Stadt und dem Mülheimer Wohnungsbau (MWB).

Einige Senioren meiden das Zentrum

„Einige Senioren mit Rollatoren kommen nicht zu uns, weil sie nicht auf die Toilette gehen können und Rollstuhlfahrer kommen erst gar nicht“, erklärt Domann-Jurkiewicz. Auch die Stufe an der Eingangstür des Zentrums sei ein Hindernis. „Viele kommen durch den schmalen Nebeneingang rein“, erklärt die Leiterin des Seniorenbegegnungszentrums. Laut Awo-Geschäftsführer Lothar Fink wäre der Mülheimer Wohnungsbau bereit umzubauen, doch würde er dann eine höhere Miete vom Immobilienservice verlangen.

„In Bezug auf eine Modernisierung des Gebäudes wird es in der nächsten Zeit einen Termin zwischen Awo, Immobilienservice und MWB geben,“ teilt Andreas Winkler vom Mülheimer Wohnungsbau mit. Auch Stadtsprecher Wiebels bestätigt, dass es bald ein Treffen geben soll: „Wir möchten abklären, ob die Awo eine weitere Nutzung des Gebäudes plant. Wenn das besprochen ist, werden sicher auch mögliche Schritte zur Modernisierung besprochen werden.“ Für Fink müsse das Gespräch ergeben, ob es eine bessere Alternative für den Standort der Awo gebe, der neue Perspektiven bietet: „An den beengten Räumlichkeiten in der Bahnstraße wird sich ja leider nichts ändern lassen.“

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