Fotografie

Ausstellung in Saarn zeigt Behausungen in aller Welt

Zur Eröffnung ihrer 26. Jahresausstellung im Saarner Klostercafé formiert sich die Saarner Fotogruppe selbst für ein Bild.

Zur Eröffnung ihrer 26. Jahresausstellung im Saarner Klostercafé formiert sich die Saarner Fotogruppe selbst für ein Bild.

Foto: Tanja Pickartz

Saarn.   „Behausungen“ ist das Thema der 26. Jahresausstellung der Saarner Fotogruppe. Motive reichen von der Muschel über Nester bis zu Hochhäusern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein Strandkorb, ein Nest, eine Holzhütte, ein Schneckenhaus, ein Betstock oder bunte Wohnungswände – alles sind Behausungen. Unter diesem Titel steht die 26. Jahresausstellung der Saarner Fotogruppe. Zu sehen sind viele unterschiedliche Motive, die dem Betrachter zeigen, wer oder was wie wohnt und welche Bauweisen Menschen und Tiere anwenden für ihre Behausungen.

Im vergangenen Jahr gab es zum 25-jährigen Bestehen der Fotogruppe eine Best-off-Ausstellung. „Jetzt haben wir uns wieder ein Thema gesucht, zu dem wir unsere Motive suchen konnten“, beschreibt Detlef Kahl. Der Sprecher der Gruppe ist über die Zeit als Gründungsmitglied geblieben. Andere sind ausgeschieden oder haben den Auslöser für ihr Mitmachen gefunden. „Wir haben viele Themen, zu denen wir fotografieren möchten. Findet eines die Mehrheit, ist es gesetzt“, sagt Kahl.

Fotografen bleibt ein halbes Jahr Zeit für Motivsuche

Dann bleibt den Fotografen rund ein halbes Jahr Zeit, um ein schönes oder ausgefallenes Motiv zu suchen. Dabei sind Tageszeit, Lichtverhältnisse und Idee für den Blick durch den Kamerasucher entscheidend. „Manchmal hast du auch Glück und das Bild springt Dich an“, erklärt Jörg Höppner. Er war in Hongkong und sah die fast unendlichen Wohnwände. Hochhaustürme, so weit das Objektiv reicht. Die kleineren Altbauten scheinen sich davor zu ducken. Die schablonenhaften Fenstertürme sind alle bunt, „damit die Leute noch ihr Zuhause finden“, vermutet Jörg Höppner.

Wilfried Jacobi hat eine Burg mit Spiegelung im Wassergraben abgelichtet. Horst Altenrath fand die Schutzschale einer Muschel im Sand. Was sich hinter einem gespannten Handtuch in den Dünen verbirgt, lässt Rainer Gödde offen. Wie zwei Hunde mit ihren Vorderpfoten über die Fensterbank hängen und die Nachbarschaft beobachten, hat Gottfried Bäuerle festgehalten. Gudrun Völker setzt den Abbruchrest eines Gebäudes im Duisburger Innenhafen dagegen. Ein Schneckenhaus hat Peter Hufschmidt in Szene gesetzt.

Vom Hochhaus bis zum Schlafsack des Obdachlosen

Holzhütten am See oder Waldrand haben Detlef Kahl und Look gefunden. Jürgen Laufen fand ein Haus auf dem Turm, Wolfgang Rücker einen Obdachlosen im Schlafsack. Helmut Pieper betrachtet die Thyssenkrupp-Zentrale in Essen als Behausung, Christian Voßkühler und Hans-Peter Alefs blicken in fremde Fenster und über Dächer. Andreas Pompl zeigt Schatten hinter einer Zeltplane.

Manche Behausungen stehen an Orten, die der Betrachter selbst gern finden würde. Leider gibt der Katalog dazu keine Hinweise. Da hat wohl die Verschlusszeit der Kameras nicht gereicht.

>> IN DER CAFÉTERIA VOM KLOSTER SAARN

Die Fotogruppe Saarn zeigt ihre 26. Jahresausstellung. Zu sehen sind die 35 Fotografien bis zum 10. Februar in der Caféteria des Saarner Klosters während der Öffnungszeiten.

Fast alle Bilder sind farbig und zeigen Behausungen. Jeder Fotograf hat sie für sich interpretiert. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog mit 43 Bildern. Dieser kostet 5 Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben