Kita-Erweiterung

Aus dem Kirchsaal ist ein Spielzimmer geworden

Der evangelische Kindergarten „Sonnenblume“ an der August-Schmidt-Straße in Mülheim-Heißen wurde erweitert.

Foto: Kerstin Bögeholz

Der evangelische Kindergarten „Sonnenblume“ an der August-Schmidt-Straße in Mülheim-Heißen wurde erweitert. Foto: Kerstin Bögeholz

Mülheim.   Das Gemeindezentrum der Kreuzkirche in Mülheim-Heißen ist zu einer großen Kindertagesstätte um- und ausgebaut worden.

Wo früher der Altar stand, liegt jetzt ein kunterbunter Krabbelteppich. Das Gemeindehaus der Kreuzkirche an der August-Schmidt-Straße hat sich im Laufe des letzten Jahres mächtig verändert. Aus dem früheren Kirchsaal samt Atrium ist ein freundliches und funktionales Kita-Gebäude für drei Kindergartengruppen geworden. Es schließt sich nahtlos an den alten Kindergartenbau an, in dem schon länger zwei weitere Gruppen untergebracht sind.

„Das Aufwändigste war wohl der Umbau des Kirchsaals. Dort wurde die Empore weggerissen und dann eine zweite Decke eingezogen“, berichtet Pfarrer Justus Cohen von der Vereinten Evanglischen Kirchengemeinde (VEK), die rund 1,6 Millionen Euro in den Ausbau (Architekturbüro Wüsthoff) investierte. Ein Jahr lang legten die Bauarbeiter Hand an, dann stand im Dezember 2016 das neue Gebäude. Der Innenausbau und die Gartengestaltung haben sich allerdings hingezogen – bis jetzt. Erst diese Woche wurden der Eingangsbereich gepflastert und ein Piratenschiff im Sandspielbereich aufgestellt. Zur Freude der Kids, die ihre Nase an den großen neuen Fensterscheiben platt drückten.

Noch angelegt werden soll im Garten auch eine Wasserspielecke. „Die Kita wird sich in Richtung Kneipp-Kindergarten entwickeln“, sagt Justus Cohen. Viel Bewegung und gute Ernährung waren und sind wichtige Bausteine im Konzept der „Sonnenblume“. Daher gibt es auch eine Köchin, die jeden Tag frisch kocht. Und einen großen Turnraum. In einer Gerätekammer liegen Matten, Schaukel-Bananen und Hüpfbälle bereit. „Es wird auch noch eine Kletterwand installiert“, erklärt der Pfarrer. Draußen auf den neu angelegten Wegen sollen die Kinder „mit ihren Bobby-Cars rumrasen können“.

93 Knirpse besuchen derzeit die erweiterte Kita, sie werden dort von 19 Mitarbeiterinnen umsorgt. Grashüpfer, Füchse, Maulwürfe, Marienkäfer und Mäuse (so die Gruppennamen) haben jeweils zwei bis drei Räume mit Schallschutzdecken zur Verfügung, einen Multifunktionsraum für besondere Aktivitäten – etwa die Förderung der Vorschulkinder – gibt es zudem. Die Mäusegruppe ist für die ganz Kleinen (4 Monate bis 2 Jahre) gedacht, die anderen Gruppen für 2- bis 6-Jährige.

Träger der Kita ist nicht mehr die VEK, sondern die Graf-Recke-Stiftung, eine diakonische Stiftung, die zahlreiche Kitas betreibt. Die VEK ist Vermieterin und bleibt weiter für die religiöse Betreuung der Einrichtung zuständig. An frühere Zeiten erinnern sollen künftig die vom Mülheimer Künstler Ernst Rasche gestalteten Fenster, die einst den Kirchensaal und jetzt das Kita-Foyer schmücken.

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