Saarner Nikolausmarkt

„Auf einmal waren sie alle da“

Sie ließen sich nicht verunsichern: Schon ab 13 Uhr strömten viele Besucher auf den Saarner Nikolausmarkt. Die Stimmung: friedlich.

Foto: Jörg Schimmel

Sie ließen sich nicht verunsichern: Schon ab 13 Uhr strömten viele Besucher auf den Saarner Nikolausmarkt. Die Stimmung: friedlich. Foto: Jörg Schimmel

Mülheim  Schon um 13 Uhr war der Saarner Nikolausmarkt gut besucht. Viele wollten die Chance nutzen, um friedlich über die Weihnachtsmeile zu schlendern

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„Auf einmal waren sie alle da“ – friedlich sind die Besucher auf den Saarner Nikolausmarkt geströmt, „als hätte jemand ein Tor aufgemacht“, kommentiert eine erfahrene Sicherheitskraft das reichlich bunte Treiben bereits am Mittwochmittag um 14 Uhr.

Von den Gefahrendebatten haben sich die Menschen offenkundig nicht abhalten lassen, negativ zu spüren sind die Sicherheitsmaßnahmen ohnehin nicht. Mit Bussen versperrt etwa das Ordnungsamt die Zugänge an der Düsseldorfer Straße, in den Nebenstraßen sind weitere Sperren aufgestellt.

Das Dorf ist einfach süß

„Es ist aber dennoch schade, dass solche Maßnahmen und Kosten wohl notwendig sind“, bedauert ein Passant. Ab 16 Uhr erwartet man hier den richtig großen Ansturm, dann schieben sich die Massen von einem Ende der Einkaufsstraße bis zum anderen. Mit 30 000 Besuchern rechnen die Veranstalter in diesem Jahr.

Extra früh haben sich daher Jennifer Tietz und Diana Hoffmeister mit ihren Kindern aufgemacht – „ohne Kinderwagen, damit wir auch gut durchkommen“.

Das gut vertretene Kunsthandwerk, vor allem die handgemachten Babysachen interessieren die jungen Mütter, „und das Dorf ist einfach süß“. Ein Mülheimer Geschäftsmann genießt das noch stressfreie Schlendern, „ich wohne seit 23 Jahren hier, bin aber das erste Mal auf dem Nikolausmarkt“, verrät er. Warum? „Dienstreisen.“

Von Aal bis Waffel

Die typische Weihnachtskulinarik vom Aal bis zu Waffel und Glühwein bestimmt auch den Saarner Nikolausmarkt, aber auch einige Vereine haben ihre Zelte aufgeschlagen.

Von der anderen Ruhrseite ist etwa der TSV Heimaterde extra hierhin geschippert, erzählt Anja Franke vom Förderverein, „um den Badminton-Sport bei Glühwein und Kakao in aller Munde zu bringen“.

Erst nach dem Waffelbacken kam der Nikolaus

Wie können wir mit besonderen Aktivitäten Kunden an unser Dorf binden? Das fragte sich der Vorstand der Saarner Werbegemeinschaft 1975. Am Nikolaustag dampften Waffeleisen und -bäcker in den Ladeneingängen.

Ein Jahr später beteiligten sich bereits einige Familien und Vereine mit Glühwein und selbst gebackenen Plätzchen oder Reibekuchen. Der Nikolaus kam erst 1978 auf seinen Markt. Leckere Waffeln gibt es immer noch.

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