Mülheim. Die Schule ist aus, aber es gibt keinen Plan? Dann hilft eine neue Mülheimer Homepage mit vielen Infos und Ansprechpartnern. Einfach losklicken!

Den richtigen Beruf finden und auf Dauer damit zufrieden sein: Das wünschen sich die allermeisten Menschen. Doch was tun, wenn es noch gar keine Idee gibt, wo der Weg hinführen könnte? Oder wenn da noch viel zu viele Fragezeichen sind? Oder einfach kein Ansprechpartner bekannt ist, mit dem man den angepeilten Bildungsweg mal durchdenken kann? Mülheims Jugendliche, die vor der Lebensentscheidung Berufswahl stehen, profitieren ab sofort von einem neuen Online-Angebot: dem Bildungswegenavigator, kurz Biwenav.

„Wir haben Ihnen da etwas Schönes mitgebracht“, schwärmte Brita Russack, Leiterin des städtischen Bildungsbüros, jüngst bei der Vorstellung des Projekts im Bildungsausschuss. „Etwas, das jede Mülheimer Familie kennen sollte.“ Denn: Die Homepage biwenav-mh.de beantwortet eine Menge Fragen, die junge Menschen zwischen Schule und Arbeitswelt haben können - oder auch ihre Eltern.

Mülheimer Jugendliche können Bildungswege entdecken, die kaum bekannt sind

Egal, ob mit Schulabschluss oder ohne. Egal, ob mit guten Noten oder mit schlechten: Wer sich durch die Website klickt, erhält viele Anregungen, wie es weitergehen kann. Welche weitere Schulbildung die richtige sein könnte, welche Ausbildung infrage kommt, welches Studium spannend klingt. Und entdeckt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Bildungspfade, die zuvor noch niemand im Umfeld kannte oder je erwähnt hat.

Seit Februar 2023 hat Ute Frensch, Mitarbeiterin im Bildungsbüro, den Mülheimer Ableger des Biwenavs aufgebaut. Entwickelt worden war er zuvor in Düsseldorf, nun haben sich auch andere Kommunen auf den Weg gemacht, den Wegweiser mit lokalen Inhalten zu füllen. Alle haben ausgiebig recherchiert: Auch Frensch hat umfassend aufgelistet, welche Angebote es in Mülheim und in den Nachbarstädten gibt, für wen sie interessant sein könnten, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, wer ein guter Ansprechpartner ist. Der Biwenav listet Ideen auf für jede und jeden.

Einfach auf den „Los geht‘s“-Button klicken und sich auf den spannenden Weg machen

Und er ermöglicht ein unkompliziertes Durchklicken, Berührungsängste sind unnötig. Einfach auf den „Los geht‘s“-Button drücken und schon ist man mittendrin. Zunächst steht da die Frage nach dem Abschluss. Aber selbst wer keinen hat, muss sich nicht grämen. Vorschläge gibt‘s für alle. Auch für die komplett Unentschlossenen. Oder für Menschen, die neu in Deutschland sind. Ihnen kommt auch zugute, dass das komplette Angebot in insgesamt 23 Sprachen zur Verfügung steht.

„Es ist schon bemerkenswert, was für eine breite Palette von Möglichkeiten es hier im Ballungsraum gibt - das begeistert mich“, sagt Frensch. Auf etliches könne man gar nicht von allein kommen. Für viele sei zum Beispiel die studienintegrierende Ausbildung neu, glaubt sie. Diese bietet jungen Menschen die Möglichkeit, einen Berufs- und einen Studienabschluss parallel zu erwerben - „aber anders als im dualen Studium“. Die Azubis könnten sich Zeit lassen mit der Entscheidung, ob sie den Doppelabschluss tatsächlich anstreben und sich auch erst nach einem Jahr noch dazu entschließen.

Es gibt Infos über die verschiedenen Bildungsgänge an den Berufskollegs, über die Fächer an den Hochschulen, über den Freiwilligendienst, über Auslandsaufenthalte, über Praktika und Bafög - und immer wieder auch Angebote für junge Menschen, die bislang nichts anders sagen können als „Ich weiß es noch nicht“. Egal, wohin das Klicken auch führt, für fast alle Bedürfnisse gibt es Ansprechpartner. Alle wichtigen Seiten von Akteuren der beruflichen Orientierung - so Berufsberatung, IHK, HWK, Studienberatung - sind verlinkt. Es gibt lilafarbenen Boxen, die allgemeine Erklärstücke sind, und Filme zu einigen Themen.

Bildungsbüro Mülheim wirbt an vielen Stellen für das neue Angebot

Damit möglichst viele Jugendliche und junge Erwachsene den kostenfreien Biwenav kennenlernen und so hoffentlich zu mehr Klarheit über ihren Berufsweg finden, verteilt das Bildungsbüro seit Wochen an alle Multiplikatoren Flyer und Plakate, die auf die Homepage hinweisen. Sie liegen bei der Agentur für Arbeit aus, im Jobcenter, im U25-Haus, auch viele Schulen wurden schon eingebunden. Was Brita Russack besonders freut: „Alle reagieren begeistert.“

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